Mehrheit der muslimischen Lehramtsstudenten bestreitet die Evolution

Giordano-Bruno-Stiftung fordert stärkere Berücksichtigung der Evolutionstheorie in Schulen und Universitäten

Mehrheit der muslimischen Lehramtsstudenten bestreitet die Evolution

Illustration aus dem Buch „Big Family - Die phantastische Reise in die Vergangenheit“

Rund 70 Prozent der muslimischen Lehramtsstudenten in Deutschland lehnen die Evolutionstheorie ab, fast 60 Prozent bestreiten, dass der heutige Mensch aus affenartigen Vorfahren hervorgegangen ist. Die Daten, die die Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) gestern auf ihrer Website veröffentlicht hat, belegen nach Ansicht des Philosophen und Vorstandssprechers der Giordano-Bruno-Stiftung Michael Schmidt-Salomon eine „bildungspolitische Katastrophe“. Wer religiös so voreingenommen sei, dass er nicht einmal die „hunderttausendfach belegte Tatsache der Evolution“ akzeptieren könne, habe keinen universitären Abschluss verdient.

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Kommentare

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    Mert Öztürk

    Der Artikel ist nicht wirklich repräsentativ, weil nur insgesamt 1045 Studenten befragt wurden.Von diesen waren nur 39 Muslime. Den anderen Kernaussagen des Artikels kann ich zustimmen. Die Evolutionsbiologie/theorie ist meiner Meinung nach ein fester Bestandteil des Allgemeinwissen im 21. Jahundert.

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      Lothar Britsch

      Den in menschlichen Populationen verbreiteten Religionen ist gemeinsam, dass ihre zentralen Inhalte und Aussagen den bekannten und nachprüfbar erwiesenen Naturgesetzen in vielfältiger Weise widersprechen, bzw. direkte Verletzungen dieser Gesetze darstellen.
      Für die "rettende Beibehaltung" religiöser Weltbilder ist daher die hartnäckige Leugnung von oder schlichte Ignoranz gegenüber Naturgesetzen ein essentielles Verhaltensmuster.
      Da die Evolutionstheorie sämtliche religiösen Schöpfungsmythen ad absurdum führt, holt sie auch den vermeintlich existierenden übernatürlichen Gestalter vom Thron, der die Grundlage des religiösen Weltbilds im übertragenen Sinne "verkörpert".
      Mit der Akzeptanz der Tatsachen der Evolutionslehre wird Religion damit hinfällig, was ihre naiv gläubigen Anhänger jedoch niemals hinnehmen können, müssten sie sich doch von ihren aus der Antike herrührenden primitiven Vorstellungen lösen und stattdessen umfangreiches und komplexes naturwissenschaftliches Wissen der Neuzeit mühsam sich erarbeiten.
      Religiöser Glauben ist die vergleichsweise extrem mühelose und billige Variante, ein subjektiv zufriedenstellendes Weltbild zu erlangen, gleichgültig, wie absurd weit dieses von der Realität entfernt ist.
      WIR in Deutschland haben bisher zugelassen, dass religiöse Weltbilder, quasi als gültige Alternative zum Evidenz basierten naturwissenschaftlichen Weltbild, in unseren Schulen vermittelt werden, nämlich vor allem die entsprechenden Vorstellungen der christlichen Religionen, auf Kosten des Steuerzahlers vor allem im Religionsunterricht und unter Missachtung der kindlichen Wehrlosigkeit gegen die intrinsischen spirituellen Indoktrinationen religiöser Scheinlehren. Da verwundert es kaum, dass auch der bevorstehenden Intensivierung der islamischen Variante religiöser "Bildung" in unseren Schulen durch Politik und Behörden kaum Wirksames entgegengestellt wird; leiden doch auch die "christlich-abendländischen" Protagonisten der naiven religiösen Weltbilder selbst unter diffusen Verlustängsten bezüglich als "heilig" empfundener angeblich nur durch Religion vermittelbarer "Werte der menschlichen Gesellschaft".
      Die vor allem in Deutschland klerikal wie politisch und behördlich geförderte bildungspolitische Katastrophe hat somit und seit langem eine noch weit schlimmere Dimension als die, die aktuell durch islamisch motivierte Ablehnung der gesicherten Evolutionslehre so besonders deutlich sichtbar wird.
      Die beobachtbar zunehmenden Ablehnung gesicherten Wissens, nicht nur in Deutschland, dürfte für die Zukunft verheerende Auswirkungen in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen zeitigen.


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