Die Neudefinition des Geschlechts

Immer mehr Studien zeigen: Unsere Vorstellung von zwei Geschlechtern ist allzu simpel - nicht nur aus anatomischer, sondern auch aus genetischer Sicht.

Die Neudefinition des Geschlechts

Als klinischer Genetiker ist Paul James daran gewöhnt, mit seinen Patienten die heikelsten Themen zu besprechen. Doch Anfang 2010 hatte er ein Gespräch, das selbst für ihn nicht ganz einfach war.

Eine 46-jährige werdende Mutter kam zu ihm in das Royal Melbourne Hospital in Australien und wollte das Ergebnis der Amniozentese erfahren, mit der die Chromosomen ihres Babys auf Fehler untersucht worden waren. Das Baby war gesund – aber über die Mutter selbst hatte sich Erstaunliches ergeben: Ihr Körper bestand aus Zellen zweier Individuen, möglicherweise weil Zwillingsembryos in der Gebärmutter ihrer Mutter zu einem Embryo verschmolzen waren. Das war aber noch nicht alles. Ein Teil ihrer Zellen trug zwei X-Chromosomen, also jene Erbträger, die normalerweise eine Person zur Frau machen. Andere Zellen dagegen hatten ein X- und ein Y-Chromosom, und so erfuhr sie im Alter von 46 Jahren und mit ihrem dritten Kind schwanger, dass ein Großteil ihres Körpers eigentlich dem Geschlecht nach männlich war [1]. "Für die Frau, die nur das Ergebnis der Amniozentese abholen wollte, muss sich das nach Sciencefiction angehört haben", erzählt James.

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