Frau Ministerin Karin Prien
Am 31. März 2026 postete Sophie Koch, die Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt der Bundesrepublik Deutschland, u. a. auf Instagram den Beitrag Frauen- und trans*-Rechte dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Das Bild zum Post, mit einem offiziellen Hinweis auf die Beauftragte, zeigt eine Collage von drei Personen, J. K. Rowling, Donald Trump und Alice Schwarzer (v. l. n. r.).
Silvia Reckermann, die Sprecherin der Aktionsgruppe Gleichstellung Bayern, hat daraufhin am 9. April 2026 einen Offenen Brief an die Ministerin Karin Prien veröffentlicht, der hier dokumentiert wird.
AGGB - Aktionsgruppe Gleichstellung Bayern
Silvia Reckermann
c/o Eine Welt Haus München
Schwanthalerstraße 80
80336 München
An das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Frau Ministerin Karin Prien
09.04.2026
Post der Beauftragten Frau Koch – Offener Brief, vorab per Mail
Sehr geehrte Frau Ministerin,
als aufsichtsführendes Ministerium wende ich mich an Sie wegen einer öffentlichen Stellungnahme der Beauftragten der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.
Diese hat auf Facebook und Instagram eine Collage mit den Fotos von JK Rowling, Präsident Trump und Alice Schwarzer gepostet. Dazu einen Text in üblicher trans-ideologischer Doktrin, wonach Andersdenkende abzulehnen sind, und für die eigene Position eine Art Heiligenschein und ein grundsätzliches Bessermenschentum in Anspruch genommen wird.
Welche Lebensleistung Frau Koch vorzuweisen hat, wissen wir nicht. Dennoch lässt sich mit 100%iger Sicherheit sagen, dass sie den auf der Collage abgebildeten Damen in keinerlei Hinsicht das Wasser reichen kann. Da ist JK Rowling, eine der erfolgreichsten Autorinnen der Weltgeschichte, Trägerin der höchsten Auszeichnungen ihres Landes und Alice Schwarzer, eine Ikone, die wie keine andere für den Feminismus in Deutschland steht – und in der Mitte ein Präsident, dessen Eigenschaften man hier nicht aufführen muss. Alle drei grinsend in trauter Gemeinsamkeit. Eine perfide Bildsprache. Und das ist nicht etwa ein verunglückter privater Post einer Pubertierenden auf Drogen, sondern eine offizielle Verlautbarung der Bundesregierung!
Der Post ist unanständig und beschädigt das Ansehen Ihres Ministeriums und der Regierung insgesamt. Zugleich ist er aber typischer Ausdruck einer trans-aggressiven Meinungsmache, wie wir sie in der letzten Legislaturperiode, vielleicht weniger grobschlächtig, schon häufiger erleben mussten. Da hatte Ihre Amtsvorgängerin, die sich zugleich als oberste Aktivistin gefiel, regelmäßig Andersdenkende als „menschenfeindlich“ beschimpft. (Ironie des Schicksals: Nicht selten gehörten die, die da auch mal in die Nähe von Nazis gerückt wurden, damals noch ihrer eigenen Partei an!)
Hass und Hetze im Dienste des Staates? Das macht nur die AfD stark – und immer stärker.
Wir haben daher eine dringende Bitte an Sie: Beenden Sie dieses für alle Bürgerinnen und Bürger beleidigende Schauspiel. Entlassen Sie Frau Koch und lösen Sie die Stelle des Queer-Beauftragten auf, weil sie bisher nur Spaltung hervorgebracht hat, Verhöhnung statt Versöhnung.
Diese Meinung teilt auch die Trans-Frau und ehemalige Bundestagsabgeordnete der Grünen, Valerie Wilms, und zwar auf Nachfrage ausdrücklich. (Lesenswert dazu ihr Buch: „Meine zwei Leben“). Bevor es diesen, wie Sie wissen, teils sogar staatlich geförderten, oft projektiv hasserfüllten Aktivismus gab, war das Zusammenleben von Menschen mit diversen Identitäten viel friedlicher. Das können viele von uns aus eigener Erfahrung bezeugen.
Überall nur Feindlichkeit? TERFS, SWERFs, Transphobie? Das sind doch großenteils nur Projektionen eigener Befindlichkeiten, die in der Social Media Bubble hysterisiert werden, um Fördermittel abzugreifen, sich dann aber letztendlich als Bumerang erweisen können, als sich selbst erfüllende Prophezeiung. (Aber vor allem als Grund für noch mehr Fördermittel! Kathleen Stock hat diese Strategie in ihrem Buch „Material Girls“ am Beispiel der britischen NGO Stonewall brillant analysiert.)
Frau Koch ist ein typisches Produkt einer trans-ideologischen „Denkfabrik“ ohne Denken, die sich nur noch selbst bespiegeln, sich wie Sprechautomaten in Phrasen verlieren, überall Feinde wittern und damit ihre Bubble anfeuern und das Volk verhetzen. Mithin ein Konjunkturprogramm für Rechtsextremisten Maximilan Krah hat die Chance schon erkannt und auf der Suche nach neuen Feindbildern statt der Deutschen mit Migrationshintergrund die „Regenbogengesellschaft“ identifiziert.
Davon sollten wir uns als Gesellschaft nicht Bange machen lassen, aber wir sollten auch nicht länger dabei zusehen, wie die Rechtsextremen selbst von staatlichen Stellen oder mit staatlicher Unterstützung unablässig mit Munition versorgt werden. Wir werden es nicht länger hinnehmen, dass die Gesellschaft der Mitte, für die Rowling und Schwarzer stehen, zwecks narzisstischer Selbsterhöhung von Beauftragten im Dienste des Staates als Feind von Demokratie und Vielfalt diffamiert wird. Das hat nichts mit Förderung von Akzeptanz zu tun, es ist ein linksextremistisches, ideologisches Projekt, wie der taz Redakteur Nicholas Potter sie in seinem Buch „Die neue autoritäre Linke“ so treffend beschreiben hat.
Wer würde bei klarem Verstand schon etwas gegen Diversität haben? Und warum überhaupt? Unsere Gesellschaft ist ganz überwiegend tolerant, solange man ihre Geduld nicht überstrapaziert.
Sie weisen zu Recht darauf hin, dass Diversität keiner staatlichen Förderung bedarf. Sie ergibt sich von selbst und organisiert sich im Rahmen einer freiheitlichen Gesellschaft auch selbst. Es braucht wohlwollendes Interesse, aber keinen „Nanny-Staat“ dafür. Eine Förderung in der Form, dass Mehrheiten unter Generalverdacht gestellt werden und Objekt von Diffamierung und Bevormundung werden, braucht es ganz bestimmt nicht! Die Queer Beauftragte fördert die Spaltung der Gesellschaft und ist für die Akzeptanz von Minderheiten kontraproduktiv. Es wird Zeit, dass dieses unwürdige, anti-feministische Schauspiel ein Ende findet!
Wir hoffen auf ein Ende der Diffamierungen und Ihre wohlwollende Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen
Silvia Reckermann
Sprecherin
Aktionsgruppe Gleichstellung Bayern, AGGB
Kommentare
"Welche Lebensleistung Frau Koch vorzuweisen hat, wissen wir nicht. Dennoch lässt sich mit 100%iger Sicherheit sagen, dass sie den auf der Collage abgebildeten Damen in keinerlei Hinsicht das Wasser reichen kann."
"Lebensleistung" ist mal richtig Schiesse.
Und der Rest ist Rechte Sosse:
weiß Richard Dawkins eigentlich, was hier läuft? Oder bekommt er regelmässig falsche Übersetzungen geliefert?
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Der Instagrammbeitrag von Sophie Koch ist für die Tonne, weil er die üblichen fehlerhaften Parolen aus der identitätspolitischen Ecke hervorholt und JK Rowling bzw. Alice Schwarzer (deren Aussagen man durchaus sachlich widersprechen) kann, auf eine Stufe mit einem rassistischen, misogynen, korrupten, verurteilten, zweifach einem Amtenthebungsverfahren unterworfenen Bankrotteur stellt..
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@RPGNo1
schicken Sie Mr. Dawkins die falschen Übersetzungen?
Haben Sie Ihren Kommentar schon Mr. Dawkins geschickt? Darf ich die Englische Fassung lesen?
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Vor ein paar Tagen wurde die mittlerweile recht prominente deutsche Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich in Tschechien festgenommen. Sie hatte Ende August ihre Haftstrafe in der JVA Chemnitz, einem reinen Frauengefängnis, nicht angetreten und war seither zur Fahndung ausgeschrieben.
Bei der Festnahme war Frau Liebich als Mann verkleidet. Sie wurde - laut BILD - während eines Liebesbesuchs bei Ihrer Freundin festgenommen.
Ob sie an Deutschland ausgeliefert wird, haben jetzt die Gerichte zu entscheiden - Frau Liebich möchte eine Auslieferung verhindern. Aktuell ist sie im „härtesten Männergefängnis Tschechiens“ (BILD) inhaftiert.
Wäre das nicht ein Fall für Frau Koch? Eine lesbische bzw. queere Frau deutscher Staatsangehörigkeit in einem Männergefängnis …
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@ Andreas Erdmann
Super, der Klatschreporter exklusiv bei der Richard Dawkins Foundation!
Und nicht vergessen: immer bei Mr. Dawkins Bericht erstatten – auf Ihren gossip fährt er bestimmt total ab!
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Warum schicken sie Mr. Dawkins nicht selbst eine Nachricht in englischer statt sich hier künstlich aufzuregen? Die Dawkins Foundation wird Ihnen sicherlich weiterhelfen.
https://richarddawkins.net/contactus/
Ich weiß nicht, wie Dawkins zu den Personen auf dem Foto steht, aber seine Position zur Binarität des biologischen Geschlechts bei Säugetieren ist bekannt:
„Richard Dawkins, ein bekannter Evolutionsbiologe, vertritt die Ansicht, dass es beim Menschen zwei biologische Geschlechter gibt (männlich und weiblich). Er argumentiert, dass dieses biologische System ein klares Binärsystem ist, das auf der Produktion von Gameten (Spermien oder Eizellen) basiert.
New York University
New York University
+3
Hier sind die Kernpunkte seiner Position, wie sie in Medienberichten und eigenen Publikationen dargestellt werden:
Sex ist binär: Dawkins betont, dass biologisches Geschlecht (Sex) in der Tierwelt, einschließlich des Menschen, fundamental binär ist.
Definition über Gameten: Er definiert die zwei Geschlechter primär über die Größe der Gameten (Keimzellen): männlich (klein) und weiblich (groß).
Unterscheidung von Gender/Geschlechtsidentität: Dawkins unterscheidet zwischen biologischem Geschlecht (sex) und geschlechtlicher Identität (gender). Während er biologisch von zwei Geschlechtern spricht, betrachtet er Gender als ein subjektives Gefühl, das nicht unbedingt mit der biologischen Realität übereinstimmen muss.
Kritik an der "Spektrum"-Ansicht: Er hat Aussagen kritisiert, die besagen, dass Geschlecht ein Spektrum sei, und führt dies teilweise auf politische Gründe zurück.
Intersexualität: Er erkennt seltene Fälle von Intersexualität an, vergleicht sie jedoch mit angeborenen körperlichen Besonderheiten (z. B. ein Bein), die die generelle Klassifizierung der Art als zweibeinig (bzw. zweigeschlechtlich) nicht entkräften.
Dawkins' Ansichten haben in der öffentlichen Debatte zu Diskussionen geführt, da sie den modernen, soziologischen Verständnis von Geschlechtsidentität entgegenstehen. Er sieht sich selbst in der Position, biologische Fakten gegen soziale Konstruktionen zu verteidigen.“
(Auszug KI generiert)
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Das Problem ist, dass Genderideologen (und die -Innen auch) das Dawkinsche Argument (ja) gar nicht gelten lassen.
Die Behauptung geht (ja) noch weiter, nämlich: "Biologische Fakten sind (zwecks Machterhaltung der Männer) und damit sozial konstruiert."
Der "Regenbogen" stellt demnach die "nötige Dekonstruktion" dar.
Gegen eine solche Haltung KANN NICHT argumentiert werden, weil sie eine grundlegende Ablehnung jeglicher (objektiver Feststellbarkeit von) Realität bedeutet.
Anders ausgedrückt:
ALLES, was Biologen sagen, kann und wird GEGEN sie verwendet! Was nun erst recht für Evolutionsbiologen gilt.
Nebenbei ist ein interessantes Rosinenpicking zu beobachten, nämlich: Sollte es irgendwelche durch Biologie belegte Fakten geben, die in diese Ideologie passen, werden wiederum diese auch gerne zitiert. Dass man sich damit selbst widerspricht, spielt offenbar keine Rolle.
Und tja, DAS haben Genderidedologen mit Rechtsextremisten gemeinsam (das Anliegen mag gegenteilig sein, spielt aber in dieser Diskussion eben keine Rolle): Realität als solche wird rundweg abgestritten. Wissenschaft hat Zwecke UND sie hat Zwecke zu verfolgen. Demzufolge muss man der Wissenschaft die (jeweils) verfolgenswerten Zwecke autoritär vorgeben.
Das ist jedoch offensichtlich ein Punkt, der z. B. auch den Kommentator Pierre B. drastisch zu überfordern scheint. Er meint wohl bei der berechtigten Kritik an woker Ideologie Rechtsextremismus am Werk zu sehen - macht also sinngemäß das, was Rechtsextremisten lediglich umgekehrt tun: Alles, was nicht in die rechtsextremistische Weltsicht passt, z. B. dass sich Deutsche biologisch nicht von anderen Menschen unterscheiden, ist demnach "linksgrünversifft".
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Hier weitere Ki generierte Ergebnisse, hier Dawkins Haltung zu J.K. Rowling:
„Richard Dawkins, der bekannte Evolutionsbiologe und Autor, hat sich mehrfach öffentlich hinter die Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling gestellt. Ihre Verbindung basiert auf einer gemeinsamen Haltung zu Geschlechterfragen, Biologie und der Kritik an der sogenannten „Woke-Ideologie“.
Kernpunkte der Unterstützung durch Dawkins:
* Verteidigung der biologischen Fakten: Dawkins hat Rowlings Standpunkt verteidigt, dass es nur zwei Geschlechter gibt. Er bezeichnete die Aussage „Transfrauen sind Frauen“ als wissenschaftlich falsch und kritisierte die Verwendung von Begriffen, die seiner Meinung nach die Biologie ignorieren.
* Kritik an „Cancel Culture“: Dawkins zeigte sich entsetzt über die heftigen Anfeindungen („Vilification“), denen Rowling aufgrund ihrer Ansichten ausgesetzt ist. Er bezeichnete sie als mutig, weil sie sich gegen den „diktatorischen Wokeismus“ stellt.
* Meinungsfreiheit: Er sieht in der Behandlung von Personen wie Rowling eine Unterdrückung der freien Meinungsäußerung und deploriert die Tendenz zur Zensur, die er in der heutigen Kultur wahrnimmt.
Gemeinsamkeiten in der Kritik:
Sowohl Dawkins als auch Rowling haben sich kritisch zu bestimmten Aspekten der Transgender-Ideologie geäußert, was beiden Kritik, aber auch Unterstützung eingebracht hat. Während Rowling sich auf den Schutz von Frauenrechten konzentriert, argumentiert Dawkins primär aus einer biologisch-wissenschaftlichen Perspektive.
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Hm,
gebe ich den Instagramm-Text von Frau (?) Koch in Word ein, so sind es 17 Zeilen. By the way - ich habe keine Ahnung, wie Fr. Koch sich selbst definiert, nach außen hin bezeichnet sie sich als Feministin, woraus man schließen könnte, sie definiere sich als Frau. Gewissheit darüber kann’s erst dann geben, wenn man sie dabei erwischt, sich als Frau auch zu outen.
Es stellt sich durchaus die Frage, wie eine Person, die meint per Instagramm offizielle Positionen des fraglichen Ministeriums an die Öffentlichkeit bringen zu können/zu dürfen/zu sollen, überhaupt auf diesen Posten gelangt ist. … Dummerweise hat das „Posten“ irgendwelcher Aussagen von Politiktreibenden weltweit sozusagen einen Standard erreicht und – mit Verlaub – darin unterscheidet sich Fr. Koch nicht von Trump, der auf diese Art die Weltpolitik beeinflusst.
So viel erst einmal zur Form.
Letztens hatten auf einer Demonstration (die Angelegenheit war NICHT hauptsächlich Gendergerechtigkeit, jedoch spielte dies im Zusammenhang eine Rolle bzw. man könnte den Zusammenhang herstellen) selbsternannte Feministinnen sich allgemein gegen das „Patriarchat“ geäußert.
Auch hier nebenbei: Selbstverständlich ist diese Gesellschaft eine patriarchale Gesellschaft – es gibt auch matriarchale Gesellschaften und in der Tat laufen in solchen Gesellschaften SÄMTLICHE gesellschaftlichen Prozesse anders ab und…. interessanterweise gibt es in eben diesen matriarchalen Gesellschaften sehr wohl „Frauen“ und „Männer“ (jetzt mal bewusst in dieser Reihenfolge). An keiner Stelle nehme ich war, dass in matriarchalen Gesellschaften Queere also dritte Gruppe irgendwie benannt würden! Es gibt in diesen Gesellschaften eine ganz klare Geschlechtertrennung mit stark unterschiedlichen Aufgabenverteiligungen und Verantwortungsübernahmen UND sie sind weitaus egalitärer als (die allermeisten inkl. der unseren) patriarchale Gesellschaften!
Die Äußerung auf der Demo lautete: „… Frauen- und queere Körper …“
…
„Queere Körper“?
Ich schätze solche Wortwahlen zeigen geballt das Kommunikationsproblem auf. Wie soll man gegenüber jemandem überhaupt noch argumentieren, der meint, es gäbe „queere Körper“?
Frau Koch scheint zu dieser Riege zu gehören - oder nicht? In Bezug auf Sport ordnet sie offenbar Transgendermenschen (trotz oder wegen der "queeren Körper"?) die nach Selbstauskunft eine Frau sind (Gebärfähigkeit hin oder her) „den Frauen“ zuordnen würde). Sie sieht darin KEINE Gefährdung oder Benachteiligung von Frauen, die sich nicht nur so sehen, sondern sogar biologisch Frauen sind!
Sucht man Skandale, so wäre es für mich bereits ein Skandal, dass sich eine Ministerienbeauftragte überhaupt mit irgendwelchen Statements öffentlich per Instagramm äußert. … Aber da bin ich wohl zu sehr „von der alten Schule“?
Absurderweise schreibt sie etwas von „wissenschaftlicher Evaluatation“ des Selbstbestimmungsgesetzes. … Und das zeigt ein weiteres, sehr schwer wiegendes Problem: Es ist inzwischen common sense „Genderwissenschaft“ als Wissenschaft im eigentlichen Sinne zu bezeichnen. Man muss bedenken, dass die allermeisten Menschen in der Gesellschaft dies schlicht nicht einschätzen können und schlicht glauben, es handle sich dabei um Wissenschaften im eigentlichen Sinne. … Das Kind ist also schon weit im Vorfeld in den Brunnen gefallen, nämlich: Ideologien als Wissenschaft zu bezeichnen und als letztere wertzuschätzen und dann noch Vertretern einer solchen Ideologie einen solchen Posten einzuräumen.
Es hapert offensichtlich gesamtgesellschaftlich an wissenschaftlicher Bildung.
Und – da hat nun Frau Reckermann Recht – ein solches Vorgehen ist eine Steilvorlage für die anderen Extremisten, nämlich die Rechten. Die sind freilich ebenso Ideologen (was die Gesamtgesellschaft ebenfalls nicht bemerken will), begründen genauso wenig und versuchen, leider immer erfolgreicher, die Deutungshoheit zu gewinnen. Insofern ist ein solches Posting eine Steilvorlage und damit auch ein Förderprogramm für Rechtsextremismus.
Laut „Emma“ antwortet die Pressesprecherin Anja Pfeffermann auf Schwarzers Beschwerdebrief an die zuständige Minsterin, dass sich Frau Schwarzer ja an Frau Koch wenden könne und solle.
Nun, das KANN inhaltlich nicht funktionieren, da Frau Koch offensichtlich entschieden hat in einem Paralleluniversum zu leben. Es gibt inhaltlich KEINERLEI Einigungsmöglichkeit, denn der Realitätsbegriff ist ein ganz anderer!
Der Wunsch nach Entlassung der …-Beautragten ist insofern verständlich; er ist als Appell anzusehen, sich doch bitte an die Realität zu halten.
Im Übrigen ist anzumerken, dass Genderideologen seit John Money stets Kritik an dieser Ideologie als „rechts“ abgetan haben. … Skuril wird’s freilich, wenn man weiß, dass in den 70er/80er Jahren Frau Schwarzer wiederum ins selbe Horn getutet und als den – wohlgemerkt – einzigen Unterschied zwischen Mann und Frau die Gebärfähigkeit angesehen hat!
Dieses Narrativ haben die Queeren sich zu nutze gemacht und auf die Spitze getrieben: Das NORMAL ist der „Regenbogen“ und „Mann“ und „Frau“ sind demnach nur extremisierte Konstruktionen (hetero-normativ), die auf einer Verabredung beruhen (und keinerlei objektiv messbare Grundlage haben). Daher der Glaube an die Selbstbestimmbarkeit und daher der Glaube, es gebe ein Recht auf Selbstbestimmung. Von der 80er-Jahre Alice Schwarzer zu diesem Standpunkt ist es dummerweise sich nur ein kleiner Schritt!
Dass sie nun Opfer von dem wird, was sie einst ideologisch selbst fabriziert hat, nennt man wohl Ironie des Schicksals. Wenn sie an ihrem 80er Jahre-Narrativ festhalten sollte, hat sie noch nicht einmal Argumente um sich inhaltlich gegen die Kochsche Weltsicht zu positionieren, sie könnte sich lediglich über die Gleichsetzung mit Trump empören.
Und hätte sie welche, würden die von Frau Koch nicht als Argumente anerkannt werden.
… Schlimmer als ein Patt ist eine Zwickmühle.
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