RDF Talk - Adams Apfel und Evas Erbe

Vortrag von Prof. Axel Meyer

Adams Apfel und Evas Erbe - Wie die Gene unser Leben bestimmen und warum Frauen anders sind als Männer

Prof. Axel Meyer (Universität Konstanz)

Montag, 31. August 2026

Haus der Wissenschaft in Bremen, Olbers-Saal

Wie funktioniert die genetische Lotterie des Lebens? Was ist typisch für Männer, was ist typisch für Frauen? Warum verhalten wir uns so, wie wir es tun? Warum haben wir die gleichen Talente wie der Vater oder die gleichen Charaktereigenschaften wie die Großmutter? Wo endet die Macht der Gene, und was lässt sich durch Ernährung, Erziehung und Kultur ändern? Der Evolutionsbiologe Axel Meyer beschäftigt sich mit den »heißen Eisen« der Genforschung und erläutert, was zu Themen wie Geschlecht vs. Gender, Intelligenz, Homosexualität und ethnischen Unterschieden bekannt ist. Provokant, anschaulich und auf aktuellem Forschungsstand zeigt er auf, wie stark uns Gene bestimmen.

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Kommentare

  1. userpic
    Huxley

    min 53:00 ff

    Das Gegenargument zu 50:50 Frauen- bzw. Männerquote kann nicht sein: „Warum sollten wir gegen Evolution handeln?“

    Es geht ja gerade um die Selektion einzelner Individuen in Bezug auf das, was im fraglichen Studium oder Beruf die Hauptrolle (!), nicht die einzige Rolle (!) spielt, oder wunschgemäß spielen soll.
    Insofern ist es eher die Frage, nach welchen Kriterien (allein) wir für dies und jenes selektieren wollen.

    Wenn in bestimmten Berufen aufgrund der gegenwärtigen Art der Selektion nur autistische, biologische Männer vorhanden sind, KANN man sehr wohl die Frage stellen, ob nicht eine andere Art der Selektion nicht vielleicht doch zu einem größeren Erfolg (in der Gesamtheit) innerhalb des fraglichen Gebiets (!) führen kann. Die evolutionär erlangten durchschnittlichen Eigenschaften (von Männern und Frauen) sind also nicht Gegenstand der Frage, sondern die Art und Weise des Selektierens!

    Demzufolge erscheint eine starre 50:50-Quote schlicht blödsinnig zu sein – aber eben (wahrscheinlich) genauso blödsinnig wie die Selektion im Hinblick auf die fünf Kriterien, die man gerade mal in Bezug auf die konkrete Sache für ausschlaggebend hält (und die anderen 50 superwichtigen unter den Tisch fallen lässt, weil man sie nicht kennt oder nicht (aner-)kennen will).

    Extremes Beispiel: Was hat man von einem (einzigen) geistigen Ultragenie im Gebiet x, wenn dieses ein narzisstisches Kubikarschloch ist, das sich obendrein nicht ausdrücken kann und nicht kooperationsfähig ist?
    Wohl genauso viel und genauso wenig, wie von einer (einzigen) einfühlsamsten, verständnisvollsten und kommunikationsbereitesten Person, die aber in Bezug auf die Sache eher einen mäßigen Durchblick hat!

    Hm, ein Team lebt sehr wohl von Kongenialität! Finden sich zwei (oder drei?), von denen die eine Person in Bezug auf die Sache vielleicht „mehr“ Verständnis hat, die andere Person aber als Spiegel, als Kritiker, peinliche Fragestellerin auftritt und die die ein oder andere, waghalsige und unausgegorene Idee einwirft oder schlicht Korrektur liest, so ist dieses TEAM sehr wahrscheinlich erfolgreicher als zwei (oder drei?) autistische Superhirne, die so intelligent sind, dass sie sich noch nicht einmal gegenseitig verstehen.
    (Dazu Marvin, der manisch-depressive Roboter aus Per Anhalter durch die Galaxis: „Ich bin 50 000 000 mal intelligenter als ihr und nicht einmal ich weiß die Antwort. Es bereitet mir schon Kopfschmerzen mich auf euer Niveau herunterzudenken.“ - Arthur Dent: "Wie verstehst Du Dich eigentlich mit anderen Robotern?" Marvin: "Ich hasse sie.")

    Die Geschichte ist voller Beispiele des einen wie des anderen! Daher dürfte die Kunst darin bestehen, weder auf 50:50 zu setzen, noch auf Superselektion, was die spezifischen Details angeht. … Wenn man (im fraglichen Gebiet!) wirklich Erfolg haben will.

    Die Evolution spielt in Bezug auf diese Selektion KEINE Rolle, die Selektion wiederum sollte hingegen lernen mit der gegebenen Menschenpopulation umzugehen!
    …

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