Richard Dawkins bald Imam Honoris Causa?

London Central Mosque als Trendsetter

Richard Dawkins bald Imam Honoris Causa?

Foto: Evelin Frerk

Dem renommierten britischen Evolutionsbiologen, Buchautor und Religionskritiker Richard Dawkins wurde vom Iman der London Central Mosque Sheikh Khalifa Ezzat die Position eines Imam Ehrenhalber (h. c.) angeboten, wie uns Prof. Dawkins nun mitteilte. Man wolle damit zum einen seine Arbeit würdigen, da der Islam erst durch seine Kritik weltweit bekannt geworden sei. Zum anderen sei man als Religion des Friedens auf eine Aussöhnung mit den Neuen Atheisten interessiert. Man vertrete schließlich die gleichen Anliegen, die Vernunft und Wissenschaft.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) reagierte umgehend. Der Vorsitzende Aiman Mazyek kann sich auch vorstellen Dawkins eine entsprechende Position in der Kölner DITIB-Zentralmoschee anzubieten. Man hänge hier hinter den säkularen Verbänden zurück, schließlich habe Dawkins schon 2007 den Deschner-Preis der Giordano-Bruno-Stiftung (GBS) verliehen bekommen.

Die anglikanische Kirche und auch der Vatikan wurden durch die Offerte offenbar überrascht. Eine vertrauliche Insider-Quelle berichtete uns, dass der Vatikan schon seit längerem darüber nachdenkt, Dawkins zum Kardinal h. c. zu ernennen. Dawkins‘ besonderes Verhältnis zur katholischen Kirche, im Besonderen zu Papst Benedikt XVI., ist gut dokumentiert. Er hatte 2010 empfohlen, den Papst aufgrund des Missbrauchsskandals zu inhaftieren. Im Gegenzug bezeichnete der Papst Dawkins‘ Erstlingswerk „Das egoistische Gen“ einige Jahre später als „Science Fiction“.

Bislang ist nicht bekannt, ob Dawkins das Angebot annehmen wird. Die anglikanische Kirche und Götter aller Art hat er schon im Alter von 15 Jahre hinter sich gelassen. Vielleicht hofft man seitens der Klerikalen auf eine Rückbesinnung im Alter? Diese weltbewegende Frage wird vermutlich unbeantwortet bleiben, so wie die Wege des Herrn unergründlich sind.

Kommentare

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    Christian Meißner

    Wie man hört, soll Professor Manfred Lütz die Laudatio halten.

    (Am 1. April darf man doch so etwas schreiben, oder?)

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      Christian Meißner

      Morgen, am 8. Mai 2025, jährt sich das Ende des 2. Weltkrieges zum 80. Mal. Auf halbem Weg zu diesem Jahrestag, am 08.05.1985, mahnte der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker: "Lernen Sie miteinander zu leben, nicht gegeneinander." Ist die Menschheit nun nach weiteren 40 Jahren in dieser Angelegenheit weiter gekommen?

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        Christian Meißner

        Heute um 11:00 Uhr, Greenwich Mean Time, findet die Auszeichnung statt - und zwar in der Londoner Westminster Abbey, als Zeichen für eine Welt der religiösen (und nicht-religiösen) Vielfalt und Toleranz.

        Es heißt, Manfred Lütz wird an dieser traditionsreichen Stätte - unter anderem Ort der Krönung von Heinrich VIII. - in seiner Laudatio an den Wert der Würde und der Freiheit des Individuums erinnern.

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          RPGNo1

          Für ein paar Sekunden hattet ihr mich. 😃

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            Ludmilla

            und das, nachdem er schon Ehrenmitglied des Ku-Klux-Klan wurde!

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