An Schwefelwasserstoff beobachten Forscher Supraleitung bei bisher nicht erreichten Temperaturen. Die Messungen kommen überraschend und lassen auf eine neue Klasse widerstandsloser Materialien hoffen.
Einer der großen Träume der Materialwissenschaftler ist es, Supraleitung bei Raumtemperatur zu ermöglichen. Doch diesen Zustand ohne merklichen elektrischen Widerstand ungekühlt zu erreichen, scheint noch weit entfernt. Der derzeitig anerkannte Höchstwert für Supraleitung liegt bei etwa -109 Grad Celsius. Aber dieser Rekord scheint nun spektakulär gebrochen. Mikhail Eremets und zwei seiner Kollegen vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz haben Supraleitung bei -83 Grad Celsius beobachtet, das verkünden sie in einem Manuskript von Anfang Dezember, dass auf dem Pre-Print-Server arXiv.org zu finden ist.
Besonders spannend an den Ergebnissen ist, dass Eremets und Co. diesen vermeintlichen neuen Bestwert nicht an einem sogenannten Hochtemperatur-Supraleiter gemessen haben, sondern an einem konventionellen. Hier hielt bislang Magnesmiumdiborid den Rekord. Er lag bei -234 Grad Celsius. Mit dem Sprung um 151 Kelvin würde die alte Höchstmarke quasi pulverisiert.
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