Darwinische Verirrungen: Evolution im Deutschlandfunk 2017

Ein Kommentar von Prof. Kutschera

Darwinische Verirrungen: Evolution im Deutschlandfunk 2017

Foto: pixabay.com

Am 19. September 2017 veröffentlichte der Deutschlandfunk einen Beitrag mit der Überschrift „Evolutionstheorie: Große Wissenslücken, erhöhte Zweifel“. In diesem begrüßenswerten Interview mit der angehenden Biologie-Didaktikerin Anna Beniermann (Universität Gießen) wird wechselweise von „der Evolutionstheorie“ und „der Evolution“ gesprochen; in einem Satz taucht zusätzlich das Synonym „Darwins Theorie“ auf. Eine Unterscheidung zwischen der Tatsache, dass sich die Organismen im Verlaufe der Jahrmillionen über realhistorische Abstammungsprozesse aus Urformen unter Anpassung an sich ändernde Lebensbedingungen entwickelt haben, und dem erklärenden Theoriensystem Evolutionsbiologie wird nicht getroffen. Unter Fachbiologen besteht seit der Veröffentlichung von Julian Huxleys Buch Evolution – The Modern Synthesis (1942) Konsens, dass es keine einheitliche, alle Phänomene des Andersartigwerdens der Organismen erklärende Theorie gibt, dafür aber die Wissenschaftsdisziplin Evolutionsbiologie. Diese, u. a. von dem deutsch-amerikanischen Evolutionsforscher, Biologiehistoriker und Wissenschaftstheoretiker Ernst Mayr (1904–2005) mit begründete Generaldisziplin der Biowissenschaften, hat seit ca. 1990 im Rahmen der „Erweiterten Synthetischen Theorie der Biologischen Evolution“, ein Bündel von Erklärungsmodellen aus den Geo- und Biowissenschaften hervorgebracht. In einem kürzlich erschienenen englischsprachigen Fachartikel „U. Kutschera: Evolution – Reference Module in Life Science 2017“ ist dieser Sachverhalt klar ausformuliert: Es existiert keine uniforme, alle Teilprozesse vereinigende „Darwin’sche Evolutionstheorie“. So wird z. B. die Anpassung der Organismen an sich ändernde Umweltverhältnisse durch das Darwin-Wallace-Prinzip der natürlichen Auslese erklärt. Realhistorische Vorgänge, wie die Symbiogenese (Ursprung kernhaltiger Zellen bzw. des Meeres-Phytoplanktons), oder durch geographische Separation (Erdplatten-Dynamik) verursachte Artbildungsvorgänge im Tierreich, werden über eigenständige Theorien verständlich gemacht.

Die stetige Verwechslung von „Darwins Theorie“ aus dem Jahr 1859 (6. Auflage 1872) mit dem aktuellen Theoriensystem Evolutionsbiologie, u. a. dargelegt in den oben verlinkten Fachartikeln, wie auch in einem eigenständigen, deutschsprachigen Lehrbuch 2015, sollte vermieden werden.

Die Didaktikerin weist korrekt darauf hin, dass an den meisten deutschen Universitäten die Fachdisziplin Evolutionsbiologie nicht als eigenes Modul gelehrt wird. Das ist eine der Ursachen für die noch heute verbreitete irrtümliche Annahme, Evolution sei nur ein theoretisches Konstrukt (und keine Tatsache), die im Rahmen der 1859er Darwin’schen „Ein-Mann-Theorie“ dargestellt ist. Charles Darwin würde aber heute keine Prüfung im Fach Evolutionsbiologie bestehen, da ihm die modernen Begriffe dieser Fachdisziplin, wie z. B. Genotyp, Phänotyp, LUCA, Symbiogenese, molekulare Phylogenetik, oder auch die Erdplatten-Tektonik nicht bekannt wären.

Fazit: Die Evolutionsbiologie ist eine lebendige Naturwissenschaft, die sich seit 1859 rasant weiterentwickelt hat. Ein Verständnis für diese zentralen biowissenschaftlichen Einsichten kann nur vor dem Hintergrund soliden Faktenwissens und der Fähigkeit zum logischen Denken erworben werden. Der eingangs zitierte „zweifelhafte“ Evo-Artikel im Deutschlandfunk belegt, dass noch viel biologische Aufklärungsarbeit notwendig ist – Fachartikel wie auch Lehrbücher werden offensichtlich nicht nur von Laien, sondern auch von Didaktikern ignoriert.

Literatur:

Kutschera, U. (2015) Evolutionsbiologie. Ursprung und Stammesentwicklung der Organismen

Dawkins, R. (2010) Die Schöpfungslüge: Warum Darwin Recht hat

YouTube-Lehrvideos zum Thema Evolution/Kreationismus:

Was ist Evolution?

Was sind Evolutionstheorien?

Darwin-Attacken 2017: Kreationismus in Europa

Kommentare

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    fherb

    Mich verblüfft auf negative Weise immer wieder, wie die von Darwin ausgehende Evolutionsbiologie auch heute noch auf breiter Basis auf Inakzeptanz stößt. Ok. Bin in der DDR zur Schule gegangen. Kenne Keinen persönlich, der diese Erkenntnis anzweifelt. Oder sagen wir besser: anfeindet. Es kann nur an der Kirche liegen, wenn Menschen nicht damit leben können, erstens doch nicht etwas ganz Besonderes zu sein und zweitens, mit Affen, und am Ende auch Vögeln und Fischen in einem Prozess über Millionen Jahre sich "spezifiziert" zu haben. Diesen Menschen tut dieser Gedanke weh, weswegen sie ihn ablehnen. Sie wollen Märchen erzählt bekommen, um sich wohl zu fühlen, ist die bittere Erkenntnis. Für uns. Nicht für die, die im Märchen leben bleiben wollen.

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      Norbert Schönecker

      S.g. fherb!

      Ich weiß nicht, von welcher Kirche Sie sprechen.

      Meine Kirche (die Römisch-Katholische) hat jedenfalls schon seit längerer Zeit kein Problem mehr damit, dass Menschen von Affen abstammen und letztlich mit Quallen und Gurken gemeinsame Vorfahren teilen.

      Dass Menschen etwas ganz Besonderes sind, liegt aus christlicher Sicht daran, dass Gott mit dem Menschen Bündnisse geschlossen hat und dass der Sohn Gottes zuletzt selbst ein Mensch geworden ist.
      Wir wissen aber nicht, ob Gott vielleicht auch mit Regenwürmern oder mit Außerirdischen Bündnisse geschlossen hat und einer von ihnen geworden ist. Immerhin tun Regenwürmer mehr Gutes für die Erde als die Menschen.

      (Einschub: Doch, laut Buch Genesis hat Gott ein Mal ausdrücklich auch mit allen Tieren einen Bund geschlossen, nämlich nach der SIntflut)

      Wenn Sie nach 1990 noch einen katholischen Theologen angetroffen haben, der die Darwinsche Abstammungslehre "anfeindet", dann haben Sie sicher Bekanntschaft mit einer Ausnahmeerscheinung gemacht.
      Auch Richard Dawkins macht regelmäßig deutlich, dass der klassische Kreationismus vorwiegend im amerikanischen evangelikalen Milieu daheim ist. Nicht in den Großkirchen Europas.

      Ich selbst hatte meine erste Erfahrung mit Evolutionsleugnern bei der Lektüre Erich von Dänikens. Nicht gerade ein Missionar der Großkirchen ...

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        N. Rashiti

        Interessant...
        Auf der einen Seite sagst du:
        Meine Kirche (die Römisch-Katholische) hat jedenfalls schon seit längerer Zeit kein Problem mehr damit, dass Menschen von Affen abstammen und letztlich mit Quallen und Gurken gemeinsame Vorfahren teilen.
        Und dann wieder:
        Dass Menschen etwas ganz Besonderes sind, liegt aus christlicher Sicht daran, dass Gott mit dem Menschen Bündnisse geschlossen hat und dass der Sohn Gottes zuletzt selbst ein Mensch geworden ist.
        Dass die ganze Kreation wie sie in deinem heiligen Buch beschrieben wird im kompletten Widerspruch steht zu deiner Aussage, WEIL eben in selbigem Buch dieses angebliche Bündniss erst auch erklärt wird.
        Du erläuterst natürlich mit keinem Wort wie du das Eine vom Anderen trennen kannst, vollziehst aber trotzdem die Trennung und lässt etwas gezielt weg um es an heutige Erkenntnisse anzupassen, berufst dich aber auf Teile im selbigen Buch um die Gottheit zu bestärken...
        Wenn es nicht heuchlerisch ist, so ist es zumindest reichlich naiv zu denken andere würden diesen Unsinn nicht erkennen und dich als Rosinenpicker entlarven können.
        Entweder kennst du deine heilige Schrift selber nicht zur Genüge oder du bist unehrlich.
        (Einschub: Doch, laut Buch Genesis hat Gott ein Mal ausdrücklich auch mit allen Tieren einen Bund geschlossen, nämlich nach der SIntflut)
        Dass Kapitel 8 und 9 aus dem ersten Buch Mose AUSDRÜCKLICH nur einen Bund mit Noah vermerkt und die Rede davon ist dass Gott (Enki!) nicht mehr die MENSCHEN verfluchen will, ist dir wohl entgangen...

        Auch Richard Dawkins macht regelmäßig deutlich, dass der klassische Kreationismus vorwiegend im amerikanischen evangelikalen Milieu daheim ist. Nicht in den Großkirchen Europas.
        Nachweislich sehe ich nur einen Leugner hier in der Lektüre seiner eigenen Glaubenslehre. Wenn auch gezielte Ausblendung von gewissen Teilen dieser Lektüre...

        Genau Menschen wie du sind es, die mit ihrer Rosinenpickerei die Glaubwürdigkeit ihrer Religion nur noch mehr in den Schmutz ziehen und sich danach auch noch beschweren wenn ihre inkonsequenten Aussagen offengelegt werden bezüglich des Themas...

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          Norbert Schönecker

          S.g. Herr Rashiti!

          Ich denke, dass ich die Bibel recht gut kenne.

          Die Bibel ist zunächst ein Buch (eine Büchersammlung, um genau zu sein).
          Wenn man ein Buch liest, ist es immer ein Vorteil zu wissen, um welche literarische Gattung es sich handelt. Ein Märchen wird man anders lesen, als einen Gesetzestext, eine Parabel anders als einen historischen Bericht.
          All das und vieles mehr ist in der Bibel vertreten.

          Der erste Schöpfungsbericht hat die Form eines Hymnus, mit Strophen und Refrain. Ein Hymnus ist kein exakter naturwissenschaftlicher Bericht. Wir Österreicher ändern schließlich auch nicht unsere Bundeshymne, nur weil die Zeile "liegst dem Erdteil du inmitten" nicht ganz der Geographie entspricht. Darauf herumzureiten, würde der Gattung "Hymnus" nicht gerecht.
          Um zu verstehen, was der Autor mit dem ersten Schöpfungsbericht sagen will, braucht man keinen Kosmologen, nicht einmal einen Theologen. Man braucht einen Kenner altorientalischer Literatur. Der wird feststellen, dass die ussagen sind:
          ) Es gibt nur einen Hochgott; auch die Gestirne (damals als Götter gedacht) sind ihm untertan
          ) Die Welt und die Menschen sind gut (und nicht etwa minderwertig im Gegensatz zur geistigen Welt)
          ) Der Mensch ist Gott ähnlich, er kann Gott erkennen
          Kein Kenner altorientalischer Literatur wird auf die Idee kommen, dass hier eine Lehre über die Entstehung des Universums verbreitet werden soll. Es wird nur die damals gängige Ansicht über die Welt (in Sphären) genommen, um etwas ganz anderes auszusagen.

          Beim zweiten Schöpfungsbericht handelt es sich um einen Mythos. Hier sind die Themen:
          ) Wie kam das Böse in die Welt?
          ) Wie ist das Verhältnis von Mann und Frau?
          Wieder spielt die Urgeschichte als Wissenschaft keine Rolle. Ein Mythos, wie eine Sage, will eine Botschaft mittels einer Geschichte vermitteln und beansprucht keine historische Wahrheit.

          So trenne ich also das eine vom anderen. Indem ich versuche herauszufinden, was der Autor sagen will. Wie das jeder Leser jedes literarischen Werkes tun sollte.

          Zum Bund Gottes in der Noah-Geschichte: "Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen Tieren des Feldes, mit allen Tieren der Erde, die mit euch aus der Arche gekommen sind." (Gen 9,9-10; bekräftigt in den Versen 12 (" zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch") und 17 ("zwischen mir und allen Wesen aus Fleisch auf der Erde"))

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          Huxley

          @ Herr Schönecker,
          Sie antworteten ursprünglich auf den Kommentar von fherb, der verblüfft darüber ist, wie die von Darwin ausgehende Evolustionsbiologie auch heute noch auf breiter Basis auf Inakzeptanz stößt. Diese Verblüffung teile ich mit ihm (oder ihr?).

          Ihnen wurde "Rosinenpickerei" vorgeworfen und nach meinem Dafürhalten zurecht. Allerdings würde ich den Kuchen, aus dem Sie die Rosinen picken, nicht in der Bibel suchen (das mögen dann andere tun oder beurteilen), sondern in der Evolutionsbiologie finden.
          Es ist für eine Glaubensgemeinschaft wie die römisch-katholische Kirche durchaus in Ordnung, wenn sie Wissenschaft von Relgion trennt. Das tut sie durchaus zurecht, denn die Denk- und Herangehensweisen sind vollkommen verschieden voneinander, weshalb die Bedeutung der sprachlichen Begriffe nichts miteinander zu tun haben! Wenn Sie z. B. den Begriff "Lebewesen" aus Ihrem Glauben heraus nennen, MEINEN Sie etwas anderes als eine Evolutionsbiologe, selbst wenn Sie UND der Evolutionsbiologie z. B. auf die selbe Katze zeigen.
          Schon allein deshalb ist ihre "Akzeptanz" gegenüber der Evolutionsbiologie zwar nett aber geheuchelt, es ist bestenfalls ein "Respekt". Es ist eine vordergründige Akzeptanz, welche die existierende Evolution eben doch als ein Werk des christlichen Gottes ansieht (also so interpretiere ich Ihren Text). Die Annahme eines Gottes zwecks wissenschaftlicher Erkenntnis ist in einer Wissenschaft nicht nur nicht notwendig, sie würde die Aufgabe der Wissenschaft bedeuten! Da Evolutionsbiologie aber Wissenschaft ist, bedeutet dies, dass es keine Möglichkeit noch Notwendigkeit gibt, diese mit einem irgendwie gearteten Glauben "zu versöhnen" oder aus einem Glauben heraus zu weiteren Erkenntnis vorzudringen. Dieses Versöhnungsproblem ist ausschließlich das Problem von Gläubigen, die sich nicht so ganz wissenschaftsfeindlich geben wollen (vielleicht noch nicht einmal vor sich selbst) wie dies weiter unten "Jesus Christus" tut.

          Weiter unten schreiben Sie:
          "Ein Märchen wird man anders lesen, als einen Gesetzestext, eine Parabel anders als einen historischen Bericht.
          All das und vieles mehr ist in der Bibel vertreten."
          Man findet Märchen, Gesetzestexte und Parbeln in der Bibel UND historische Berichte?
          Wenn Sie also die Bibel als Textsammlung unterschiedlicher literarischer Kategorien lesen und im nächsten Absatz von einem Gott (, der nach Ihren obigen Ausführungen eine Figur der Bibel sein soll) als tatsächlich existent sprechen, so lassen Sie doch die von Ihnen aufgeführte Distanz vermissen. Sie müssten den beschriebenen Gott als Bibel-Figur kenntlich machen, was Sie allerdings nicht tun.
          Demnach hat in Realtität nämlich kein Gott irgendeinen Packt mit Menschen geschlossen. Dies ist lediglich Ihre Interpretation von Bibeltexten.

          Ihre "Toleranz" gegenüber Wissenschaft erscheint mir zwar begrüßenswert und recht freundlich, sie kann jedoch keine Basis für eine irgendwie geartete Vereinigung sein. Ob Letzteres zu bedauern ist, oder nicht muss jede(r) selbst entscheiden. Ich halte es für nicht bedauernswert.

          Um auf "fherb" zurückzukommen: Kann ich auf ganzer Linie bestätigen. Erwähnt man den Begriff Evolution beiläufig in einem Satz, passiert nichts. Wehe man nutzt die bisher entdeckten Mechanismen der Evolution um etwas zu erklären ist der Ofen (der Toleranz) nämlich aus (die zunehmende Lautstärke und Überheblichkeit der potentiellen Gesprächspartner spricht Bände), da - und auch da schließe ich mich "vherb" an - der Gedanke an eine gemeinsame Abstimmung gläubigen Menschen offensichtlich weh tut.
          Auch dieses ist NICHT das Problem von Wissenschaft, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach (dazu gibt es durchaus Forschungen) eine Folge der frühkindlichen Beeinflussung durch z. B. Eltern mit suggestiven Geschichten über transendentale Figuren wie z. B. dem christlichen Gott (wie langer dauert es, bis Eltern bereit sind zuzugeben, das es den Weihnachtsmann nicht gibt? Wie lange dauert es zuzugeben, dass es keinen Gott gibt?).
          Man wird als Atheist geboren, häufigst indoktriniert und kann als Erwachsener sich entweder der Indoktrination ergeben (also nichts hinterfragen und muss oder kann dann "tolerant" gegenüber Wissenschaft sein) oder diese Indoktirnation als solche entlarven und sich von ihr lösen. Lassen Sie sich einmal von Ahteisten berichten wie schwer und langwierig dieser Vorgang der Entledigung der Indoktrination ist! Sie können deshalb davon ausgehen, dass Atheisten, die Ihnen evtl. begnen sehr, sehr bewusst Ihren Atheismus entwickelt haben. Dies ist eine Arbeit, die sich die meisten frühkindlich indoktrinierten Menschen nicht machen wollen, zumal sie tiefsitzende Ängste besitzen, die aus den ihnen angetragenen Interpretationen von Bibeltexten stammen. Das mögen Fehlinterpretationen sein, denn vielleicht ist die Gottesfigur in der Bibel gar nicht rachsüchtig, wenn der Leser sich von ihm abwendet? (Ist der Weihnachtsmann böse, wenn man sich von ihm abwendet?)

          Wenn es Ihnen tatsächlich gelingt die Bibel also derart distanziert zu lesen (wie Sie es vorgeben), schaffen Sie vielleicht ja auch den Schritt Ihren Glauben abzulegen? Versuchen Sie es einmal!

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          N. Rashiti

          Wie schön zu sehen, dass mein Foto auf die Homepage von einem der grössten Bewunderer seinen Weg gefunden hat. Wenn auch nur für einen Blog Eintrag =)

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            Meinrad Locher

            Wie wär's denn, wenn die Evolution als ein Mechanismus der Schöpfung angesehen würde? Wohl deshalb hat der Papst die Vereinbarkeit von christlichem Glauben und der Evolutionstheorie bestätigt. Leider sind aber die meisten Atheisten und Darwinisten nicht an einem Konsens interessiert, sondern bloss an der Zerstörung von Religion und Glauben. Es gehört aber m.E. zum Abschluss der Adoleszenz der Menschheit, dass Wissenschaft und Gottesglaube synthetisiert würde.

            @Norbert Schönecker
            Ihre Darlegungen haben mir gefallen, dankeschön!

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              Norbert Schönecker

              Danke für das Lob, Herr Locher!

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                Huxley

                Sie irren mit der Aussage Atheisten seien auf die Zerstörung von Religion und Glauben aus. Das müssten dann schon Antitheisten sein!
                Atheisten sind eben KEINE Glaubensgemeinschaft und genau deshalb sind sie eben nicht auf Zerstörung aus. Glaubensgemeinschaften tendieren dazu andere Glaubensgemeinschaften zerstören zu wollen. Offensichtlich verwechseln Sie da also etwas.
                Gleichwohl würden Atheisten es BEGRÜSSEN, wenn es Gläubigen gelänge ihren Glauben abzulegen, da Atheisten der begründeten Meinung sind, dass genau dieser per Definition irrationale Glaube z. B. notwendige Entwicklungen behindert (es kommt noch Einiges hinzu, was hier den Rahmen sprengen würde) und nebenbei Intoleranz gegenüber Nichtgläubigen begünstigt. Glaube begünstigt auch - wie es das Thema des ersten Kommentars ist - die (aggressive) Ablehnung oder zumindest Ignoranz von wissenschaftlichen Erkenntnissen.
                Umgekehrt: Was ist ein Glaube (bezogen auf die Stärke der Gläubigkeit) wert, der sich durch die Anwesenheit von Nichtgläubigen irritieren lässt?
                Die von Ihnen beschriebene Adoleszenz der Menschheit ist mir neu und unverständlich. Woher stammt dieser Gedanke, dass es so etwas geben müsse (zu geben hätte?).
                Sollten Sie damit allerdings meinen (ist wahrscheinlich nicht der Fall), dass es der Mehrheit der Menschen gelingen sollte ein wissenschaftsbasiertes Weltbild zu entwickeln und daraus Grundhaltungen und Handlungen abzuleiten, könnte ich der These zustimmen, jedoch ist in diesem Fall Religion nicht notwendig und sogar hinderlich, weswegen eine Synthese von Wissenschaft und Religion nicht erstrebenswert erscheint.

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                ChrisV

                "Es gehört aber m.E. zum Abschluss der Adoleszenz der Menschheit, dass Wissenschaft und Gottesglaube synthetisiert würde."
                Welcher Gottesglaube? Den an GOTT, Jahwe, Allah, Vishnu, Quetzalcoatl, Re, Jupiter, Sol Invictus, Mithras, FSM, Unsichtbares rosafarbenes Einhorn?

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                  Meinrad Locher

                  Ich weiss jetzt nicht, ob Sie nun als geistreich, witzig und ironisch erscheinen oder bloss meine Meinung verhöhnen wollen.

                  Ich meine den GOTT der Christenheit, nach theologischer Definition als die ontologische Konvergenz bzw. das unerschaffene Sein.

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                    ChrisV

                    Um Richard Dawkins zu zitieren: "What if you're wrong?"
                    https://www.youtube.com/watch?v=6mmskXXetcg

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                      Meinrad Locher

                      Aha!

                      Also nochmals: Ich meine den GOTT der Christenheit, nach theologisch-philosophischer Definition als die ontologische Konvergenz oder das unerschaffene Sein.

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                    Jesus Christus.

                    Die Evolution, kann nichts erklären, denn sie ist nur eine Theorie.

                    Als erstes muß deutlich festgehalten werden, daß die Evolution keine wissenschaftlich bewiesene Tatsache ist, sondern bloß eine Interpretation der vorhandenen Befunde aus der Biologie, der Genetik und der Paläontologie und zwar eine Interpretation, die von einem ganz bestimmten Weltbild abhängig ist – so wie jede Interpretation von einem Weltbild abhängig ist.

                    Das Weltbild des Materialismus und somit auch die Evolutionstheorie geht von einer unbewiesenen Annahme aus, nämlich: „Am Anfang war die Materie, denn es gibt nichts anderes als Materie.“ Die Tatsache, daß die Welt heute voller Leben ist, muß deshalb mit einer „Entstehung von Leben aus anorganischer Materie“ erklärt werden. Das bedeutet: Nach dem hypothetischen Urknall bildete sich aus der Urmaterie eine Unmenge von Galaxienwirbeln, in denen aus den Ursonnen über Materiewirbel die Planeten entstanden. Einer dieser Planeten ist die Erde, die anfänglich nur aus glühender Materie bestand. Als diese sich abkühlte, entstand durch Regen ein Lavaschlamm, der sich in die Urmeere erweiterte. In diesem Urmeer sollen nun durch zufällige anorganisch-chemische Reaktionen erste organische Verbindungen entstanden sein und diese ersten Verbindungen hätten dann die ersten lebenden Einzeller hervorgebracht.

                    Die Annahme, daß aus zufälligen Atomverbindungen in der Ursuppe lebende Einzeller entstanden seien, ist also ein materialistischer Glaube. Dieser Glaube jedoch hat nicht einmal eine theoretische Grundlage, denn mit statistischen Wahrscheinlichkeitsberechnungen ist längst bewiesen worden, daß das zufällige Entstehen einer komplexen organischen Verbindung aus anorganischer Materie unmöglich ist – wobei betont werden muß, daß eine organische Verbindung noch lange kein lebendiger Organismus ist.

                    Die Annahme, lebende Organismen seien aus Materie entstanden, ist also ein unbewiesener und absurder Glaube.

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                      Huxley

                      Das ist allerdings recht bedauerlich so etwas hier zu lesen.
                      Schon der erste Satz ist entlarvend.
                      Nein, die Evolution IST ein Tatsache. Die Evolutionsbiologie führt zu Aussagen, welche eindeutig belegt sind und ständig wieder und wieder belegt werden. Sie ist eine Wissenschaft, weil ihre Aussagen WIDERLEGBAR sind!
                      Letzteres ist eine Qualität, die einem Glauben vollkommen abgeht und damit vollständig zu wider läuft. Aus diesem Grund trifft auch der letzte Satz schlicht nicht zu und das zwischen erstem und letzten Satz kann man eher mit der Äußerung der persönlichen Probleme von "Jesus Christus" deuten als irgendeine ernstzunehmende Kritik an - ja an was eigentlich? An der Evolutionsbiologie? An der Evolution als Tatsache? Lassen sich Tatsachen kritisieren? Bestenfalls wohl die Feststellung, oder?
                      Belustigend finde ich von einem (christlichen?) Gläubigen zu hören, man hätte ja keine Beweise anzuführen. Entschuldigung: Keine Beweise für etwas zu haben ist ein Privileg des (christlichen) Glaubens! Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen um sich werfen zumal mit diesen Steinchen Wissenschaft nicht zu treffen ist!

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