Die Angst vor der Nichtexistenz
Ein Anästhesist kann einem Menschen das Bewusstsein nehmen. Warum glauben Christen trotzdem, dass dieses Bewusstsein – als Seele – nach dem Tod weiterlebt, obwohl man sich schon nach einer Operation an nichts mehr erinnern kann?
Ein Anästhesist kann einem Menschen das Bewusstsein nehmen. Warum glauben Christen trotzdem, dass dieses Bewusstsein – als Seele – nach dem Tod weiterlebt, obwohl man sich schon nach einer Operation an nichts mehr erinnern kann?
Viele Menschen glauben an eine körperlos existierende Seele, weil dies Trost bietet. Wir haben Angst vor dem Tod und können uns keine Welt vorstellen, in der wir nicht existieren. Die meisten Menschen sind so gestrickt oder werden dazu veranlasst, Emotionen gegenüber rationalen Überlegungen vorzuziehen. Das hat einen schlechten Grund: Menschen sind über Emotionen leichter zu manipulieren als über ihren Verstand. Seht Euch die Werbung im Fernsehen an: Diese appelliert überwiegend an die Emotionen, nicht an den Verstand.
In der Annahme einer nicht an den Körper gebundenen Seele stecken logische Widersprüche, die den meisten Leuten nicht auffallen oder schlicht ignoriert werden.
Man nennt diese Haltung Leib-Seele-Dualismus. Dabei geht man davon aus, dass Geist (Seele) unabhängig von der Materie (Leib) existieren kann. Geistige Dinge, wie Zahlen, abstrakte Ideen oder Konzepte, sind immateriell und man kann sie sich unabhängig von der Materie denken. 1 + 1 = 2 gilt zeitlos, selbst dann, wenn es keine Materie gäbe. Das ist so einleuchtend, dass man selbst im Naturalismus davon ausgeht.
Das führt einen zu der Ansicht, dass Geist schlechthin vollkommen unabhängig von der Materie existieren kann. Übersehen wird dabei, dass alle Ideen, alle Konzepte, alle Zahlen, alles Geistige, statisch und unveränderlich sind. Denken ist jedoch Veränderung. Gedanken sind Geist in Bewegung. Man geht von einer Idee aus, verändert diese, und kommt so zu neuen Gedanken. Aber nur Materie kann sich tatsächlich verändern. Das ist der erste logische Widerspruch: Was nicht veränderlich ist, wie das Geistige, kann nicht denken. Denken kann nur Materie, wie unser Gehirn, weil sie dynamisch ist, und sich ändern kann. Materie ändert permanent ihren Zustand. Denken erfordert Zeit, was zeitlos existiert, ist statisch, und was statisch ist, kann nicht denken. Nur die Materie hat Zeit, zu denken.
Der zweite gravierende Widerspruch in der Annahme, es könne körperlose Geister geben, die in der Lage sind, zu denken (Gespenster, Geister, Seelen etc.), liegt im Begriff der Identität. Meine eigene Identität ist körpergebunden. Dazu ein Gedankenexperiment, um zu verdeutlichen, was ich meine:
Angenommen, man könnte einen Klon von Dir erschaffen, dessen Leib unsterblich ist. Ebenso könnte man alle Deine Erinnerungen kopieren und in diesen Klon übertragen. Dieser Klon wäre perfekt, er hätte alle Deine Erinnerungen, er würde meinen, er sei Du, und genauso denken wie Du. Er hätte dieselben Empfindungen, Neigungen, Abneigungen, Triebe, was auch immer. Aber, der Haken an der Sache: Beim Kopiervorgang würde Dein jetziger Körper zerstört. Würdest Du das machen, in der Hoffnung auf Unsterblichkeit?
Selbstverständlich nicht. Denn auch wenn der perfekte Klon eine exakte Kopie Deiner wäre, hätte er eine eigene, eine neue Identität. Du wärst nicht identisch mit Deiner Kopie. Deine Identität ist an Deinen Körper gebunden und nichts, was davon unabhängig existiert. Identität kann man nicht kopieren, eine Kopie kann nicht identisch sein mit dem Original, sonst wäre es keine Kopie. Das ist das logische Gesetz der Identität: Alles kann nur mit sich selbst identisch sein. Identität kann nicht übertragen werden auf eine Kopie.
Wenn Du also stirbst, hast Du nichts davon, dass eine Kopie existiert, die meint, sie sei identisch mit Dir. Es ist dasselbe, als wenn ein anderer Mensch stirbt, Du aber weiterlebst. Der Gestorbene hat nichts davon, dass Du weiterlebst, weil er nicht identisch ist mit Dir.
Auch wenn Du also eine Seele hättest, die unabhängig von Dir existiert – Du bist nicht identisch mit Deiner Seele. Du bist identisch mit Dir selbst, inklusive Deines Körpers. Dein Körper ist Teil Deiner Identität. Ohne Deinen Körper bist Du nicht identisch mit Dir selbst. Ohne Deinen Körper endet Deine Identität. Du hast nichts davon, dass an beliebiger Stelle eine Seele existiert, die sich einbildet, sie wäre identisch mit Dir. Sie ist aber nicht identisch mit Dir, sie ist etwas gänzlich anderes. Wenn Du stirbst, wird Deine Identität nicht in die Seele überwechseln können. Deine Identität stirbt mit Dir, und Deine Seele hätte, da unabhängig von der Materie Deines Leibs, wenn sie denken könnte, eine andere Identität. Damit verstößt diese Idee gegen das logische Grundgesetz der Identität.
Den dritten logischen Widerspruch kann man einfach erklären: Angenommen, jemand schlägt Dir mit einem Baseballschläger hart auf den Kopf. Du wirst bewusstlos. Wenn der Schlag hart genug ist, kann das sogar Deine Persönlichkeit verändern, Du kannst einige Deiner geistigen Fähigkeiten verlieren, sogar für immer. Wird diese Änderung Deiner selbst – Bewusstlosigkeit, Veränderung Deiner Persönlichkeit – in die Seele übertragen? Wie soll das geschehen? Dann müsste die Seele ebenfalls bewusstlos werden, oder ihre Persönlichkeit ändern. Aber Geist existiert unabhängig von der Materie. Wer an die Seele glaubt, muss also einen weiteren logischen Widerspruch akzeptieren: Die Seele, reiner Geist, existiert unabhängig von der Materie Deines Gehirns, ist aber gleichzeitig abhängig von dem, was in der Materie Deines Gehirns passiert. Man muss also glauben, dass Geist gleichzeitig unabhängig und abhängig von der Materie ist. Das verstößt gegen das logische Gesetz vom Widerspruch. Beides gleichzeitig geht nicht.
Damit angesprochen ist der vierte logische Widerspruch: Informationen in Deinem Gehirn werden materiell gespeichert. Erinnerungen bestehen entweder aus aktiven Mustern von aktiven Nervenzellen, das ist das Ultrakurzzeitgedächtnis, oft auch als Arbeitsgedächtnis bezeichnet. Diese Muster haben eine Dauer von um die drei bis 20 Sekunden und bestimmen darüber, was wir als gegenwärtig empfinden. Das Kurzzeitgedächtnis wird ebenfalls gebildet von sich verändernden Mustern in der Form von kreisenden Erregungen im neuronalen System (dynamische Engramme) und umfasst bis zu 20 Minuten, plus/minus einiger Minuten. Wenn das im Langzeitgedächtnis gespeichert werden soll, benötigt dies RNA und DNA, die in Zellen abgelegt werden. Ein Schlag auf den Kopf kann das Kurzzeitgedächtnis löschen, man kann sich daher oft an die Sekunden vor dem Schlag nicht mehr erinnern – die Information dazu ist für immer verschwunden.
Diese Information müsste in die Seele übertragen werden, was ein klarer Verstoß gegen die Gesetze der Physik ist. Denn eine Informationsübertragung erfordert Energie (Energie und Materie sind zwei Seiten einer Medaille, mehr noch, beides ist äquivalent). Jede Materie ist Energie, jede Energie ist Materie. Energie kann jedoch nur Materie/Energie beeinflussen. Das geht nur über Wechselwirkung. Wann immer Energie übertragen wird, wird derselbe Energiebetrag in die andere Richtung übertragen. Wenn der Fuß einen Ball kickt, wird kinetische Energie als Kraft auf den Ball übertragen. Exakt derselbe Energiebetrag wird vom Ball auf den kickenden Fuß übertragen. Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden (erster Hauptsatz der Thermodynamik). Wie soll auf etwas rein Geistiges Energie übertragen werden, ohne die Energieerhaltungssätze und den ersten Hauptsatz der Thermodynamik zu verletzen? Wir müssten dann in der Lage sein, bei der Energieübertragung auf die Seele einen Verlust an Energie zu messen. Aber man kann auf rein geistige Ideen und Konzepte keine Energie übertragen, und die Übertragung von Energie ist die Basis der Kausalität. Es kann also keine kausale Verknüpfung zwischen Materie und reinem Geist geben, ohne physikalische Basisgesetze auszuhebeln. Und eine solche Verletzung wäre ganz klar messbar! Es wurde bisher aber nichts gefunden, was erklären könnte, wie diese physikalischen Basisgesetze verletzt oder umgangen werden könnten. Abgesehen davon ist Geist doch unabhängig von der Materie, soll jetzt aber abhängig von Energieübertragungen sein. Es gibt zwischen Materie und Geist keine kausale Verknüpfung: Reiner Geist kann kausal nicht auf die Materie wirken, Materie kann nicht kausal auf den Geist wirken. Hier haben wir wieder den logischen Widerspruch, dass Geist und Materie gleichzeitig abhängig und unabhängig voneinander sein müssen. Das ist logisch unmöglich. Für eine Seele gibt es keine Kausalität.
Auch wenn man die Physik ignoriert und sich eine neue, kontrafaktische Physik erfindet, bleibt das Problem, welche Informationen übertragen werden. Man kann durch Chemikalien, einen Gehirntumor, Nervenentzündungen, Blutungen im Gehirn etc. pp. (alles materielle Prozesse) eine Änderung seiner Persönlichkeit erfahren. Welche dieser Änderungen werden übertragen? Man kann durch einen rein mechanischen Schlag auf den Kopf zu einem lallenden Idioten werden. Wird das in die Seele übertragen, ist diese danach noch eine Kopie der Persönlichkeit? Wenn der Schlag zum Tod des Bewusstseins führt, und die Seele eine Kopie meines Bewusstseins ist, wieso sollte das Bewusstsein meiner Seele dann nicht auch erlöschen? Wenn meine Seele eine Verbindung zu meinem Gehirn besitzt, auf geheimnisvolle, magische Weise, gegen Logik und Kausalität verstoßend, wieso wird dann mein Bewusstsein, meine Persönlichkeit, in der Seele auf mysteriöse Weise mystisch kopiert, diese nicht wieder restaurieren können? Vermutlich deswegen, weil eine gegen logische und physikalische Gesetze verstoßende Magie nicht existiert?
Geistige vs. körperliche Auferstehung
Wir haben also eine Reihe von Fakten, die gegen eine Seele, wie sie sich die meisten Menschen vorstellen, klar verstoßen:
1. Reiner Geist ist statisch und kann nicht denken, aber Denken bildet die Basis unserer Identität.
2. Reiner Geist kann keine Kopie materieller Prozesse sein, und eine Kopie kann nicht identisch sein mit dem Original. Wir sind identisch mit unserem Körper, eine Seele nicht, und Identität lässt sich nicht übertragen oder kopieren.
3. Änderungen der Persönlichkeit, positive wie negative, können nicht in reinen Geist übertragen werden, weil dies die Basisgesetze der Physik und die Gesetze der Kausalität verletzen würde. Reiner Geist existiert unabhängig von der Materie und kann daher nicht kausal abhängig von der Materie sein.
4. Es gibt keine Magie, mit der Informationen in statischen Geist übertragen werden können. Es gibt keine Übertragung auf einen unabhängigen Geist, weil es dazu Abhängigkeiten geben müsste.
Im Katholizismus wird daher (siehe Glaubensbekenntnis) auch von einer Auferstehung des Fleisches gesprochen. Das steht klar im Widerspruch zu einer rein geistigen Auferstehung, die auch von vielen Christen (auch Katholiken) favorisiert wird. Aber das löst das Problem der Identität nicht: Ein neu gebildeter Klon meines Körpers und meiner Gedanken wird sich für mich halten, aber er ist es nicht.
Christen glauben trotzdem an solchen magischen Spuk wie eine Seele, weil Religionen auf emotionaler Manipulation beruhen, und sich gegen Kritik immunisieren. Religionen beruhen auf Hoffnungen und Wünschen, also Emotionen, nicht auf Vernunft. Diese Hoffnungen und Wünsche werden zwar im Nachhinein rational und pseudorational begründet, aber dabei werden die Gesetze der Logik, die Gesetze der Physik, und die Gesetze der Kausalität verletzt. Dabei beruhen viele der religiösen Ideen auf einer magischen Idee von Kausalität, aber übersehen wird, dass dazu Geist und Materie abhängig und unabhängig gleichzeitig sein müssten. Es wird auch übersehen, dass reiner Geist statisch ist und keine Prozesse abbilden kann. Die Grundlage unserer Identität sind jedoch Prozesse – wir sind morgens nicht derselbe wie abends.
Man müsste alle vier Einwände widerlegen, was schwierig sein dürfte. Es reicht nicht, einen oder zwei davon anzugehen. Die meisten Menschen haben über diese Dinge nie nachgedacht, das ist der erste Schutz gegen Erkenntnisse. Die zweite Verteidigungslinie liegt in der Immunisierung gegen Kritik, was immer die fantasievolle Abwehr von Überlegungen im Dienste der Wunscherfüllung darstellt. Eine Idee der Seele spendet Trost gegen die Vorstellung, eines Tages tot zu sein. Gefühle triumphieren stets über den Verstand.
Nehmen wir als Beispiel einen der hier geäußerten Einwände: Es ist bekannt, dass Menschen in Narkose trotzdem eine Erinnerung an Geschehnisse während der Operation haben können. Das liegt daran, dass auch in Narkose nicht alle Sinneserfahrungen blockiert werden. Die meisten dieser Erfahrungen werden erst unbewusst aufgenommen und später bewusst gemacht. Das Unbewusste aber unterliegt nicht der Narkose, deswegen funktionieren viele der Körperfunktionen, die unbewusst gesteuert werden, immer noch. Man muss zwar beatmet werden, aber der Atem unterliegt auch teilweise dem Bewusstsein und kann bewusst gesteuert werden, im Gegensatz zu vielen anderen Körperfunktionen wie Herzschlag, aber auch Hören, Riechen und Sehen. Wirklich blockiert wird in erster Linie die Schmerzempfindung. Es ist also kein Wunder, und lässt sich daher auch ganz ohne Seele erklären, wieso narkotisierte Menschen sich erinnern können, was im Operationssaal gesprochen wurde.
Oft wird auch darauf abgehoben, dass man Erlebnisse hat, bei denen man meint, sich außerhalb seines Körpers zu befinden. Das ist nicht außergewöhnlich. Wenn ich Dir sage, Du sollst Dir eine Szene vorstellen, bei der Du etwas erlebst, dann werden ca. zwei Drittel aller Menschen diese Szene mit sich selbst beschreiben wie einen Kinofilm, bei dem sie sich selbst von außen sehen. Man sieht sich auch in seinen Erinnerungen meistens außerhalb seines Körpers, als ob jemand die Szenerie gefilmt hätte. Was noch nie funktioniert hat, aber schon oft versucht wurde: Menschen in Narkose oder anderen Bewusstseinszuständen können nichts beschreiben, was sich außerhalb ihres Körpers befindet, aber ihren Sinnen nicht zugänglich ist. Man ist also nicht wirklich außerhalb seines Körpers, auch wenn man das so empfindet. Es handelt sich lediglich um eine Projektion.
Ich bin mir sicher, dass wir in den Kommentaren zu diesem Beitrag weitere Beispiele für eine Immunisierung gegen Kritik finden werden, das ideologische Manöver, ohne das die meisten Religionen nicht auskommen können. Die meisten Menschen wissen nicht, welche logischen Konsequenzen Kritikimmunität hat, noch kümmert es sie. Das so sehr beliebte „Aber Du kannst das Gegenteil nicht beweisen“ ist solch ein ideologisches Manöver. Nichts wird dadurch wahr, dass man das Gegenteil nicht beweisen kann. Immunität gegen Kritik soll garantieren, dass man das Gegenteil nicht beweisen kann. Aber das logische Gegenteil ist ebenso kritikimmun, das wird übersehen. Das alles basiert auf einem logischen Fehlschluss, von dem viele nicht wissen, dass es sich um einen Denkfehler handelt.
Und nicht vergessen: Es reicht nicht, einen Einwand zu widerlegen, auch nicht zwei oder drei. Man muss alle meine Argumente widerlegen. Man müsste dazu eine neue Physik erfinden und die beweisen, das wird äußerst schwierig.
Trotzdem werden sich die meisten Menschen an der Idee festklammern wie ein Ertrinkender an einem noch so brüchigen Strohhalm. Man wird mich dafür verdammen, solche Überlegungen zu äußern. Aber eine allgemeine Kritik am Naturalismus (oder Materialismus, der als polemischer Kampfbegriff bevorzugt wird) kann keines meiner Argumente tangieren, denn auch wenn man den Leib-Seele-Dualismus voraussetzt, greifen alle meine Überlegungen immer noch. Das hat nur an den Stellen mit Naturalismus zu tun, wo ich physikalische Gesetze einführe. Man müsste aber die Physik widerlegen, was nun wirklich schwierig ist, aber das wäre nicht einmal ein Teilerfolg.
Auch die gerne benutzte Quantenverschränkung oder ähnliche Konzepte nützen nichts. Da wird auch nur das Unwissen der Mehrheit ausgenutzt: Wenn man Informationen aus einer Verschränkung ausliest, erlischt diese sofort. Es gibt keine permanente Verschränkung, wie man sie für das Konzept der Seele benötigt. Zudem gibt es dafür auch naturalistische Erklärungen, die ohne spukhafte Fernwirkung auskommen, ohne magische Informationsübertragung unter Umgehung der Kausalität. Für eine Verschränkung zwischen materiellen Prozessen im Gehirn und der Seele benötigt man Kausalität und muss sie gleichzeitig bestreiten, das funktioniert aus logischen Gründen nicht. Das Problem der Identität lässt sich nicht einmal so lösen.
Kommentare
Zwei Fragen interessieren mich:
1. Worin liegt lässt sich Sinn und Zufriedenheit in unserer endlichen Existenz finden
2. Was sagen Sie zu dem doppelten Zugriff der Menschen auf die Welt durch die linke und recht Gehirnhälfte gemäß den Untersuchungen von Iain McGilchrist (The Master and his Emissary; The Matter with things) ?
Ich bin gespannt. Schöne Grüße
Matthias Freyberg
Antworten
Moin, mich interessiert auch was.
Besteht die Möglichkeit, dass wir das Gesetz des Informationsaustausches zwischen materieller zu geistiger Identität noch nicht entdeckt haben? So wie viele andere Gesetze des Universums auch noch nicht.
"Denken erfordert Zeit, was zeitlos existiert, ist statisch, und was statisch ist, kann nicht denken. Nur die Materie hat Zeit, zu denken."
Wenn das so ist, wie soll dann das Universum aus evolutionistischer Sicht enstanden sein?
Da es ja vor dem Urknall keine Zeit und Materie gegeben haben kann.
"Und nicht vergessen: Es reicht nicht, einen Einwand zu widerlegen, auch nicht zwei oder drei. Man muss alle meine Argumente widerlegen. Man müsste dazu eine neue Physik erfinden und die beweisen, das wird äußerst schwierig."
So einfach ist es auch nicht. Zu sagen wer ein Argument wiederlegen kann hat gar keins wiederlegt.
Dann müsste das Argument wiederlegt werden, dass Gott allmächtig ist und für ihn die lächerlichen Gesetze die er selbst erschaffen hat gelten müssten.
Warum ist es ein Problem für jemanden der nicht an einen Geist in allem glaubt, dass andere daran glauben?
Wo liegt die Gefahr darin?
Ich spreche nicht von Fanatikern die manipuliert worden sind, die gibt es in allen Schichten, gläubig oder nicht. Wie der Kommunismus auf millionenfache Weise gezeigt hat.
Den Katholizismus zu nennen ist genauso unsinnig. Die römisch katholische Kirche glaubt an das was sie will, nicht an die biblischen Grundlagen.
Die sogenannten Menschenrechte, sind alle aus der Bibel geklaut worden und dann als von Menschen gemacht deklariert worden. Ohne dieses geistige Buch, würde es so etwas wie Rechte für Alle gar nicht geben.
"Trotzdem werden sich die meisten Menschen an der Idee festklammern wie ein Ertrinkender an einem noch so brüchigen Strohhalm. Man wird mich dafür verdammen, solche Überlegungen zu äußern."
Warum werden Gläubige als Ertrinkende bezeichnet? Wir freuen uns auf die Ewigkeit, nicht aus Angst, ganz im Gegenteil.
Und kein echter Christ, der die Bibel als Wort Gottes ernst nimmt, würde Sie verdammen. Ganz im Gegenteil, wir beten für Menschen wie sie, dass Gott ihnen Erkenntnis schenken möge.
Das ist kein Hochmut sondern eine Freude für uns.
Wenn es keinen Gott gibt, dann ist sowieso alles egal. Wenn aber doch, dann wird das Ende ein Ende mit Schrecken für alle die nicht die einfachsten Regeln Gottes befolgen wollten.
Liebe deinen nächsten wie dich selbst!
Gesegnete Grüße
Patrick
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