Mobbing durch Muslime in deutschen Sprachschulen

Erfahrungen einer Atheistin

Mobbing durch Muslime in deutschen Sprachschulen

Foto: Pixabay.com / ninocare

Stellen Sie sich vor, Sie gehen zum Deutschunterricht und werden als Hündin bezeichnet oder laufend gefragt, warum Sie sich nicht züchtig anziehen und wo Ihr Kopftuch sei.

„Wie kannst du aus dem Irak kommen und wo sind deine Klamotten? Das ist wirklich beschämend!“

Stellen sie sich außerdem vor, dass Sie mit dem Entschluss nach Deutschland gekommen sind, das Kopftuch abzulegen und die aufoktroyierte Keuschheit hinter sich zu lassen.

„Wir werden dir den Kopf abschneiden, wenn du schlecht über Religion sprichst, wir werden dir die Zunge abschneiden!“

Wohin Sie auch gehen, werden sie respektlos behandelt, als billig, eine Schande, schmutzig und Müll bezeichnet.

All dies und mehr, weil Sie mit dem repressiven Schema Ihrer Kultur gebrochen haben.

Ich bin also mit einer Gruppe in einem Deutschkurs, an welchem Landsleute aus meinem Kulturkreis teilnehmen und sich während des Unterrichts so aufführen, als wären sie noch immer im Irak.

Und so muss ich mich jedes Mal rechtfertigen, wie ich jetzt lebe. Diese Gruppierungen schließen sich zusammen und schikanieren mich.

Teilweise werde ich spöttisch gefragt, wo meine Familie ist oder warum ich alleine bin.

Andere wiederum rufen mich zur „Ordnung“, um mich zu unterdrücken und zu einer Persona non grata zu machen. Mir wird nachgerufen, dass ich wegen meiner Kleidung eine Bestrafung verdiene.

In deren Augen, soll ich für die Sünde bestraft werden, vor meiner Familie geflohen zu sein.

Einmal saß ich im Politikunterricht der VHS und die Lehrerin hielt einen Vortrag über Religion und Politik. Sie sagte, dass die deutsche Verfassung säkular ist. Darauf antwortete ein afghanischer Student mit dem Einwand, dass die Verfassung in seinem Kulturkreis der Koran sei, worauf ich spontan erwiderte, dass es Texte im Koran gebe, die zur Enthauptung auffordern. Daraufhin fing er lauthals zu schreien und sagte, dass ich enthauptet und meine Zunge abgeschnitten werden müsse.

Das hörte ich auch von einer Syrerin, die neben mir saß. Sie sprach auf Arabisch.

Der Anderen wurden sehr wütend und einer aus der Klasse sagte, ich wäre eine billige Prostituierte ohne Ehre. Danach sagte der afghanische Student, dass er mir nach dem Unterricht eine Lektion erteilen würde und das ich dann schon sehen würde, was er mit mir machen wird.

Dann kam plötzlich eine andere Lehrerin in das Klassenzimmer. Sie versuchte, die Dinge zu beruhigen.

Danach entschied die Direktorin, dass ich die Klasse wechseln soll, um meine persönliche Sicherheit zu gewährleisten. Ich hatte mich gemeinsam mit ihr dazu entschlossen, weil die anderen Schüler nicht mehr wollten, dass ich in der Klasse bleibe. Zu dem Zeitpunkt wollte ich nicht aufgeben und habe den Kurs unter den neuen Bedingungen fortgesetzt.

Nun kam es im Deutschunterricht, den ich jetzt besuche, um den B2 Abschluss zu erreichen, erneut zu solchen Vorfällen.

Als ein Schüler herausgefunden hat, dass ich aus dem Irak stamme, hat er mich in fast jedem Unterricht vor der gesamten Gruppe auf Arabisch beleidigt. Das heißt, das verbale Mobbing beginnt erneut und ich gelte in der Klasse als eine ehrenlose Prostituierte. Es ist wirklich deprimierend.

Zuletzt drohte er, mich aus dem Fenster zu werfen!

Und das nur, weil ich mich nicht unterdrücken lassen will und meine Meinung, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind, deutlich artikuliere.

Zuletzt habe ich den arabischen Beleidigungen eines Syrers kontra gegeben und sagte ihm, dass ich in Deutschland frei bin, und dass es nicht an ihm sei, zu urteilen, ob ich gut oder schlecht bin.

Seine muslimischen Freunde verteidigten ihn.

Ich bin enttäuscht von den Lehrern, die zugeschaut haben und nicht deeskalierend dazwischen gegangen sind. Das hat dazu geführt, dass diese Studenten jedes Mal Erfolg hatten, wenn sie religiöse Minderheiten schikanierten.

Jeder hat Angst vor den Muslimen im Deutschunterricht und jeder vermeidet Handlungen, die in den Augen der Muslime falsch sind.

Wie es scheint, fürchten sich sogar die Lehrer und Schulleitung.

Worood Zuhair ist eine irakische Biologin, Frauenrechtlerin und säkulare Aktivistin, die als Flüchtling in Deutschland lebt. Sie ist aus ihrer Heimatstadt Kerbela geflohen, nachdem sie sich vom Islam abgewendet hat und von ihrem Bruder lebensgefährlich verletzt wurde. Sie erhält wegen ihrer Aktivitäten regelmäßig Todesdrohungen. Über die Gefährdung durch die schiitische Rockergang „Al Salam 313“ wurde aktuell im Weltspiegel vom 20. Oktober 2019 berichtet.

Facebook-Seite: https://www.facebook.com/woroodzuhair

Worood Zuhair wird wie viele andere Flüchtlinge, die ihre Heimat verlassen mussten, weil sie den islamischen Glauben abgelegt haben, in Deutschland von der „Säkularen Flüchtlingshilfe“ begleitet. Der gemeinnützige Verein ist für seine Tätigkeit dringend auf Spenden angewiesen. Wer die wichtige Arbeit unterstützen möchte: https://atheist-refugees.com/

Es ist falsch zu glauben, jeder, der aus der islamischen Welt nach Europa komme, bedürfe der Integration. Es gibt Menschen, die nicht nur integriert ankommen, sondern sogar aufgeklärte Europäer im Geiste sind. Sie betrachten den Westen als historische Verkörperung des Grundgedankens der Moderne, der Freiheit und der Menschenrechte. Dies macht Europa zu einem Teil ihrer persönlichen Identität.

Kacem El Ghazzali, Februar 2019

Kommentare

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    Tonja

    Vielen Dank fuer den Artikel! Es ist wirklich empoerend (wenn auch leider nicht mehr ueberraschend), dass von offizieller Seite nichts unternommen wird, um solches Verhalten zu unterbinden und Sie ganz klar zu unterstuetzen. Versuchen Sie, Beleidigungen und Drohungen mit dem Handy aufzunehmen, sodass Sie Beweismittel haben. Dies sind ja strafrechtlich relevante Tatbestaende - haben Sie erwogen, die Polizei zu informieren? Aber ich kann mir gut vorstellen, dass Sie befuerchten, dass es dann noch schlimmer wird...
    Es ist eine Schande, dass Sie sich nicht sicher fuehlen koennen. Ich wuensche Ihnen trotz allem viel Erfolg und dass Sie nicht den Mut verlieren. Wir brauchen mehr mutige Menschen wie Sie, die ihren Mund aufmachen und sich nicht unterkriegen lassen!

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      Uwe Keim

      https://www.anwalt.org/bedrohung/#BedrohungRegelunggemaess_StGB

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        Max Schumacher

        Ich habe jahrelang in Kursen für Erzieherhelferinnen unterrichtet (mehrheitlich mit Teilnehmerinnen aus muslimischen Ländern). Ein Fall wie der hier geschilderte ist mir dabei nicht begegnet, allerdings nur, was die Schärfe des Ablaufs betrifft. Ansonsten: durchgehender moralischer Terror von rechtgläubigen" gegen liberal eingestellte Frauen, wegen Kopftuch usw. usw. Und tatsächlich, die Träger solcher Einrichtungen verschließen komplett die Augen vor dem Problem, schließlich leben sie von den Bildungsgutscheinen der Fundamentalistinnen.

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          Max Stark

          Vielen Dank liebe Worood,

          ich habe einen Riesenrespekt vor allen Menschen, die es schaffen, sich aus dieser totalitären IDEOLOGIE zu befreien. Wir Abendländler haben jeden Möglichkeit uns REPRESSIONSFREI der Islam-Arschkriecherei entgegen zu stellen, aber tun es aufgrund Propaganda-Märchen, aber auch aus übermässiger Angepasstheit nicht. Gnz so repressionsfrei ist es mittlerweile auch nicht mehr: Äusserst du dich kritisch zum Islam, biste ja mittlerweile ganz schnell Nazi, mindestens islamophob… und zumindest bei Behörden, in den System-Kirchen, etc. deinen Job los, von sozialer Ächtung im Opportunisten-Umfeld mal ganz abgesehen!
          Aber es ist nichts, im Vergleich zu dem Mut und die Kraft die ihr aufbringen müsst, die ihr das Pech hattet, in solche Strukturen hineingeboren zu sein. Ihr seid unsere wahren Helden!
          Was kann man tun? Nun es gibt die säkulare Flüchtlingshilfe, die Initaive an der Basis, die Vereinigung Ex-Muslime und ganz sicher teilen Reform-Muslime ala Seyran Ates auch einige eurer Punkte. Das wäre schonmal ne kleine Querfront. Wichtiger und einflussreicher wäre aber der Schulterschluss zur allgemeinen Querfront die von non-system-linken Gruppen bis zur AFD reicht.
          Du, liebe Worood, hast ne elegante Schreibe. Ich bin sicher das bspw. Achse des Guten, Philosophia Perensis, Junge Freiheit… aber auch kritische Linke wie BAHAMAS… dir sicher liebend gerne einen Gastartikel gestatten.
          Noch im Aufbau, aber wahrscheinlich mit großen Potenzial, ist das Bürgerforum Hallo Meinung. Hier sollen erstmals ALLE kritischen Gruppen, Grüppchen, Einzelkämpfer eine ZENTRALE Plattform erhalten. Hier sollen/werden Interessen gebündelt, die Vernetzung gefördert, Ressourcen besser verwaltet…. Gemeinsam sind wir weit stärker, als die Summe der verstreuten Einzelteile.

          Und bitte keine übertriebene Angst vor der AFD. Wir sind mittlerweile schon ziemlich bunt, auch wenn die Systemmedien uns alles mögliche andichten! Ganz sicher gibts in der AFD paar fragliche Personen, umso wichtiger das die liberalen Kräfte dort immer weiter gestärkt werden und immer deutlicher ihren Kurs, gegen die zwar lautstarken, aber ganz sicher nicht majoritären, Halbgestrige durchdrücken. Ca. 24% haben in Thüringen die AFD gewählt aber nur 7% wollten Höcke als MP! Übersetzt: Nicht mal ein Drittel selbst der Thüringer AFD-Wähler scheint solche Menschen zu wollen. Die AFD wird TROTZ, nicht WEGEN Höcke&Co gewählt!
          Der Grossteil AFDler freut sich über JEDEN, völlig schnurz woher.... der unsere freiheitlichen Werte liebt und seinen Beitrag zum Allgemeinwohl leistet.

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