Richards Twitter Ecke (189)

Mehr als 31.000 Tweets, 2,9 Millionen Follower. Richard Dawkins nutzt Twitter mit viel Elan.

Richards Twitter Ecke (189)

Hier präsentieren wir regelmäßig einige seiner interessanten, und auch teilweise provokanten, Tweets, da nicht alle seine Twitter Aktivitäten verfolgen. Die deutsche Übersetzung liefern wir gleich dazu.

Be nice? Yes, let's be nice. What is NOT nice is hormonally or surgically mutilating children, cheating your way to stealing women's athletic medals, lying your way into women's spaces, debauching language etc.

Sei nett? Ja, seien wir nett. Was NICHT nett ist, sind hormonelle oder chirurgische Verstümmelungen von Kindern, betrügen, um Frauen Sportmedaillen wegzunehmen, sich mit Lügen Zugang zu Frauenräumen zu verschaffen, die Sprache zu verderben etc.

​Richard Dawkins (@RichardDawkins), 2. Dezember 2025

Richard Dawkins kommentiert eine Antwort von J. K. Rowling auf einen Post von Ian O'Doherty, der sich zu einem Interview mit Graham Linehan äußert, dem früher vorgeworfen wurde, sich zu unverblümt zu äußern, und dass der Wind sich nun gedreht hat.

Linehan, der sich kritisch zur Trans-Ideologie äußert, wurde u. a. am 2. September 2025 am Flughafen Heathrow festgenommen. Hintergrund war u. a. ein Tweet vom April 2025, in welchem er empfahl, einem Mann, der sich als Frau bezeichnet und in einem Frauenbereich befindet, in die Eier zu treten.

Elon Musk hat Dawkins‘ Tweet mit dem Kommentar „Genau“ geteilt.

J. K. Rowlings Kommentar:

„Er hat Recht, aber er ist zu unverblümt.“

Von Anfang an war die sprachliche Bevormundung eine zentrale Taktik der Gender-Identitären, und sie hat sich als erschreckend erfolgreich erwiesen. Die Schlagworte und Euphemismen von Trans-Aktivisten konnten bis in die höchsten Kreise unserer Kultur vordringen, mit verheerenden Folgen für die Meinungs- und Glaubensfreiheit. Große Teile der liberalen Medien, der Kunst, der Wissenschaft und des Verlagswesens haben sich mit Begeisterung für die Verteidigung eines quasi-religiösen Glaubens eingesetzt, der nachweislich realen Schaden anrichtet. In ihrer Arroganz waren sie empört, als Menschen, von denen sie annahmen Teil ihrer Eigengruppe zu sein, sich weigerten, bedingungslos im Gleichschritt zu marschieren.

Immer wieder habe ich gut ausgebildete Menschen, die sich selbst als kritische Denker und mutige Verfechter der Wahrheit sehen, in Verlegenheit geraten sehen, wenn sie mit Fragen konfrontiert wurden. „Nun ja, vielleicht ist ja etwas Wahres dran, aber es ist hasserfüllt/provokativ/unhöflich, nicht die übliche Sprache zu verwenden/so zu tun, als könnten Menschen ihr Geschlecht einfach ändern/immer wieder auf Behandlungsfehler oder opportunistische Sexualstraftäter aufmerksam zu machen. Warum kannst du nicht einfach nett sein? Warum tust du nicht so als ob? Wir dachten, du wärst einer von uns! Ist dir denn nicht klar, dass wir heutzutage so ausgefeilte neue Wörter und Ausdrücke haben, dass man sich das alles gar nicht mehr durch den Kopf gehen lassen muss?“

Da sich die Stimmung wandelt und viele in den Eliteberufen versuchen, sich neu zu positionieren, liegt es nahe zu fragen: „Ich verstehe Ihren Standpunkt ja, aber musste man das denn so ausdrücken?“ Wir Andersdenkenden sollten einen Weg finden, die chemische Kastration von Kindern zu hinterfragen und sie gleichzeitig als „geschlechtsangleichende Behandlung“ zu bezeichnen. Wir sollten die Rechte schutzbedürftiger Frauen verteidigen und gleichzeitig weibliche Pronomen für männliche Vergewaltiger verwenden. Wir hätten einen Weg finden sollen, über Fairness für Frauen und Mädchen im Sport zu diskutieren, während wir so taten, als gäbe es den unüberwindlichen körperlichen Vorteil der Männer gegenüber den Frauen nicht.

Entweder kann ein Mann eine Frau sein, oder er kann es nicht. Entweder verdienen Frauen Rechte, oder sie verdienen sie nicht. Entweder gibt es einen nachweisbaren medizinischen Nutzen bei der Geschlechtsangleichung von Kindern, oder es gibt keinen. Entweder man steht auf der Seite einer totalitären Ideologie, die versucht, der Gesellschaft durch die Androhung von Ausgrenzung, Beschämung und Gewalt Lügen aufzuzwingen, oder man steht nicht auf dieser Seite. Die Alternative zu Klartext – also der Verwendung präziser, sachlicher Sprache, um die Geschehnisse zu beschreiben – war, die Meinungsfreiheit aufzugeben und sich ideologischem Jargon zu bedienen, der die Probleme und den angerichteten Schaden verschleierte. Wir haben schon immer Klartext gebraucht, aber wir brauchen ihn ganz besonders, wenn wir aufgefordert werden, uns vor einem nackten Kaiser zu verbeugen.

Hier geht's zum Originalartikel...

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