Richards Twitter Ecke (207)

Mehr als 31.000 Tweets, 2,8 Millionen Follower. Richard Dawkins nutzt Twitter mit viel Elan.

Richards Twitter Ecke (207)

Hier präsentieren wir regelmäßig einige seiner interessanten, und auch teilweise provokanten, Tweets, da nicht alle seine Twitter Aktivitäten verfolgen. Die deutsche Übersetzung liefern wir gleich dazu.

Did Jason Arday’s PhD examiners actually read his thesis? And did the electors who appointed him to a Cambridge professorship read his work?

The questions raised by this affair go well beyond plagiarism.

Haben die Prüfer von Jason Ardays Dissertation dessen Arbeit tatsächlich gelesen? Und haben die Gremienmitglieder, die ihn auf eine Professur in Cambridge beriefen, seine Arbeit gelesen?

Die Fragen, die diese Affäre aufwirft, gehen weit über das Thema Plagiat hinaus.


​Richard Dawkins (@RichardDawkins), 9. August 2026

Richard Dawkins‘ aktueller Beitrag für UnHerd:

Jason Arday: Eine Frage akademischer Standards. Was verbarg sich hinter seinem Obskurantismus?

Während Jason Ardays Plagiat und seine verzerrte Darstellung von Theorien im Stile Walter Mittys viel Aufmerksamkeit erregten, wurde der unverständliche Schreibstil weitgehend übersehen, nicht zuletzt von den Professoren in Cambridge und den Doktorprüfern der Liverpool John Moores University. Dawkins’ Gesetz der Erhaltung der Schwierigkeit besagt, dass sich Unverständlichkeit in einer akademischen Disziplin ausbreitet, um die Lücke ihrer inhärenten Einfachheit zu füllen. Moderne Physik ist tatsächlich schwierig. Die natürliche Selektion des Menschen im Pleistozän hat unser Gehirn nicht auf Einstein oder Heisenberg vorbereitet. Der gesunde Menschenverstand, geschmiedet in einer Welt mittelgroßer Objekte, die sich mit mittlerer Geschwindigkeit bewegen, muss wohl oder übel in den Hintergrund treten, sobald wir ein Buch über Quantenmechanik oder Relativitätstheorie aufschlagen. Physiker haben es nicht nötig, ihre Texte sprachlich aufzupolieren. Ihr Fachgebiet ist von Natur aus schwierig. Ohne Namen zu nennen: Fachleute eines Fachgebiets, das jeder verstehen kann, leiden möglicherweise unter dem, was man „Physikneid“ nennt. In ihrem Bestreben, tiefgründiger zu wirken, als sie sind, bleibt ihnen nichts anderes übrig als eine verschleiernde Sprache. Betrachten wir beispielsweise die folgende Passage aus Ardays Dissertation:

„Ein wichtiger Aspekt, der auch Teil des theoretischen Paradigmas der Forschung war, erkannte, dass der Mentoring-Prozess sozial konstruiert ist. Daher musste die Beziehung zwischen den Teilnehmenden und dem Forscher so gestaltet werden, dass sie die berufliche Entwicklung der Lehramtsstudierenden förderte und sie zu autonomen Akteuren in diesem Prozess machte. Daher nahm der Forscher innerhalb der Forschung die sekundäre Rolle des Moderators ein.“

Weietrlesen auf Unherd.

Hier geht's zum Originalartikel...

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