Richards Twitter Ecke (63)

Mehr als 30.000 Tweets, fast 2,8 Millionen Follower. Richard Dawkins nutzt Twitter mit viel Elan.

Richards Twitter Ecke (63)

Hier präsentieren wir regelmäßig einige seiner interessanten, und auch teilweise provokanten, Tweets, da nicht alle seine Twitter Aktivitäten verfolgen. Die deutsche Übersetzung liefern wir gleich dazu.

What kind of religion has such weak arguments in its favour that it can survive only by threatening to kill those who leave it? What kind of religion teaches its adherents to kill their own daughters if they love someone who doesn’t subscribe to it?

Welche Religion hat so schwache Argumente, die für sie sprechen, dass sie nur überleben kann, wenn sie droht, diejenigen zu töten, die sie verlassen? Welche Religion lehrt ihre Anhänger, ihre eigenen Töchter zu töten, wenn sie jemanden lieben, der ihr nicht anhängt?​

— Richard Dawkins (@RichardDawkins) 30. Januar 2019

Richard Dawkins´ Kommentar zu einem Tweet der Journalistin Catrin Nye, die eine Ex-Muslima, die aus Saudi-Arabien geflohen ist, interviewt hat.

Hier geht's zum Originalartikel...

Kommentare

  1. userpic
    Norbert Schönecker

    Zunächst: Als Katholik fühle ich mich nicht vom Satz betroffen. Und ich habe auch kein Interesse daran, den Islam zu verteidigen. Schon gar nicht, wenn er als Begründung von Morden verwendet wird.
    Aber ich habe ein Interesse an korrekter Argumentation. Ganz allgemein und prinzipiell. Und Dawkins argumentiert hier schlecht.

    Also: Woher nimmt Dawkins die Behauptung, dass der Islam nur mit Drohungen überleben kann? Kann er das belegen?
    Das Gebot, Abtrünnige zu töten, ist zunächst einfach ein Gebot. Genauso wie das Gebot, Schweinefleisch zu meiden. Dass eines dieser Gebote notwendig ist, damit der Islam überleben kann, müsste erst einmal bewiesen werden.
    Natürlich ist die Drohung, Abtrünnige zu töten, dazu geeignet, die Muslime zumindest formal bei der Stange zu halten. Aber dass der Islam ansonsten nicht überleben könnte, ist eine reine Behauptung ohne jede experimentelle oder sonstige Untermauerung. Ich halte sie einer Foundation für Vernunft und Wissenschaft für unwürdig. Selbst wenn sie vom Gründer kommt.

    Antworten

    1. userpic
      Klaus Steiner

      Hallo Herr Schönecker,

      wenn der Zusammenhang zwischen Religion und Gewalt so eindeutig wäre, müsste das belegt werden, da bin ich ganz bei Ihnen. Auf die Frage des Zusammenhangs gibt es keine einfache Antwort. Über dieses Thema wurden schon viele Bücher geschrieben...

      Antworten

      1. userpic
        Norbert Schönecker

        Danke. Sie betrachten offenbar nicht nur Religion und Kirche, sondern auch die Äußerungen deren Gegner kritisch. Das stelle ich jedes Mal erfreut fest und es gibt mir Hoffnung darauf, dass irgendwann einmal Menschen friedlich miteinander auskommen.

        Aufgrund meiner Erfahrungen mit Muslimen scheint mir, dass der Islam ohne Todesdrohungen keineswegs ausstürbe. Im arabischen und südasiatischen Raum würde der Anteil der bekennenden Muslime höchstwahrscheinlich sinken (ich will keinen Prozentsatz raten, das wäre unseriös). In Europa, wo die Angst vor Tötung bei Glaubensabfall deutlich geringer ist (wenn auch nicht bei Null), würde sie vermutlich etwa gleich bleiben.

        Ich kenne praktizierende Muslime, die ausdrücklich gegen die Todesstrafe sind. Es sind gar nicht so wenige. Das sollte als Beweis reichen, dass der Islam auch ohne Todesdrohung überleben könnte. Die Anführer des Islam hätten dann weniger Macht. Aber ist ja ein anderes Thema.

        Antworten

      2. userpic
        Klarsicht

        Zitat: „Als Katholik fühle ich mich nicht vom Satz betroffen.

        Dass ist für mich eine „Behauptung“, die Sie mit Ihrem Post selbst widerlegen. Für Sie als Katholik ist Herr Dawkins wegen seiner harschen Kritik an Religionen doch offensichtlich eine Person, der Sie gerne „an's Bein pinkeln, wenn Sie meinen, dass er Ihnen dazu eine Gelegenheit geboten hat. Und hier haben Sie vermeintlich eine Gelegenheit gesehen, mit typischer klerikaler Unverfrorenheit Ihre miese Absicht umzusetzen. Dabei war es Ihnen natürlich wichtig, sich zuvor selbst im Verhältnis zu Herrn Dawkins „in's rechte Licht zu rücken“.

        Zitat: „Aber ich habe ein Interesse an korrekter Argumentation. Ganz allgemein und prinzipiell. Und Dawkins argumentiert hier schlecht.

        Dass ein solches Interesse bei Ihnen vorliegt, mag ja sein. Dadurch ist es aber nicht gewährleistet, dass man es bei Ihnen mit „korrekten Argumentationen“ zu tun hat.

        Herr Dawkins hat nicht „argumentiert“, sondern er hat lediglich in zwei Sätzen Fragen zur Religion gestellt, die sich jedem Menschen mit normal ausgeprägter Empathie aufdrängen müssten.

        Zitat: „Woher nimmt Dawkins die Behauptung, dass der Islam nur mit Drohungen überleben kann ? Kann er das belegen ?

        Ausgerechnet ein Kleriker, der sich einer religiösen Ideologie unterworfen hat, in der es von unbewiesenen und nicht beweisbaren Behauptungen nur so wimmelt, hat die Unverfrorenheit, solche Fragen zu stellen. Der „Chef des Klerikers“ stellt z. B. fast regelmäßig Behauptungen auf, für die er den Beweis schuldig bleibt.

        Herr Dawkins ist Wissenschaftler. Es solcher ist er es gewohnt, nichts zu behaupten, was er nicht beweisen oder zumindest plausibel machen kann. Diese Gewohnheit kennen Kleriker hinsichtlich der religiösen Ideologie, der sie sich unterworfen haben, nicht.




        Antworten

        1. userpic
          Norbert Schönecker

          "... mit typischer klerikaler Unverfrorenheit Ihre miese Absicht umzusetzen ..."
          - argumentum ad hominem. Darauf muss ich wohl nicht eingehen.

          "Herr Dawkins hat nicht „argumentiert“, sondern er hat lediglich in zwei Sätzen Fragen zur Religion gestellt ..."
          - Wenn das wirklich nur Fragen sein sollten, dann lautet die korrekte Antwort meiner Meinung nach: Keine! Aber so war es von Dawkins wohl eher nicht gemeint.

          "Ausgerechnet ein Kleriker, der sich einer religiösen Ideologie unterworfen hat, ..."
          - Wieder ein argumentum ad hominem. Es geht hier nicht um die Argumentationen meines Chefs, sondern um die Argumentationen von Richard Dawkins.

          "Herr Dawkins ist Wissenschaftler. Es solcher ist er es gewohnt, nichts zu behaupten, was er nicht beweisen oder zumindest plausibel machen kann."
          - Genau das bezweifle ich. Da ich annehme, dass sein Tweet auf den Islam anspielt (wollen Sie das leugnen?), muss er auch beweisen oder plausibel machen können, dass der Islam ohne Tötungsdrohungen nicht überleben kann. Das wird Herrn Dawkins aber kaum gelingen.

          Antworten

        2. userpic
          Klarsicht

          Wenn sich die „Produzentender so genannten „abrahamitischen Ideologien“ sicher gewesen wären, dass diese sich allein wegen der Überzeugungskraft des Inhaltes, der kein Drohpotenzial aufweist, exorbitant verbreiten würden, dann wäre es doch plausibel gewesen, dass ihre „Produzenten“ darauf verzichtet hätten, den Inhalt der Ideologien mit diversen brutalen Drohungen für diejenigen zu spicken, die nicht glauben, zu wenig glauben, falsch glauben oder nicht mehr glauben. Da ein solcher Verzicht der „Produzenten“ nicht vorliegt, ist es schlüssig, wenn man annimmt, dass sie den Einbau von möglichst brutalen Drohungen deswegen vornahmen, um damit die Erfolgsaussicht hinsichtlich der Verbreitung „abrahamitischen Ideologien“ zu erhöhen, was, wie sich nachträglich herausstellte, nicht verkehrt spekuliert gewesen ist.

          Ich denke auch, dass die diversen brutalen Drohungen in den „abrahamitischen Ideologien“, die, soweit sie dazu geeignet sind, schon im „Diesseits“ konkret umgesetzt zu werden, ja auch immer wieder umgesetzt wurden, was auch heute noch der Fall ist, sowie die Drohungen, deren Umsetzung erst im angeblich existierenden „Jenseits“ erfolgen soll, „Glaubens-Infizierte“ in nicht geringem Umfang daran hinder(te)n, die religiöse Ideologie hinter sich zu lassen.

          Die Vertreter der „abrahamitischen Ideologien“ und deren Helfer waren in der Vergangenheit darum bemüht, Kinder schon so früh wie möglich auch über die diversen Drohungen zu informieren, mit denen die „abrahamitischen Ideologien“ gespickt sind, was auch heute noch so ist. Mit diesen „Informationen" wird das Angstpotenzial angesprochen, was besonders im frühkindlichen Alter stark ausgeprägt ist. Aber gerade auf die Ausbeutung dieses Angstpotentials haben es die Vertreter der „abrahamitischen Ideologien“ und deren Helfer abgesehen. Denn aus langer Erfahrung wissen sie natürlich, dass eine schon im Kindesalter „gezüchtete“ Angst sich kaum aus dem Gefühlsleben wieder entfernen lässt.

          Viele „Glaubens-Infizierte“ leiden wohl unter der Angst, dass die eine oder andere Drohung aus den „abrahamitischen Ideologien“ ihnen gegenüber evtl. konkret umgesetzt werden könnte. Diese perfide Tatsache verschafft den Ideologien wahrscheinlich noch lange einen signifikanten Überlebensvorteil.

          Antworten

          1. userpic
            Norbert Schönecker

            S.g. Klarsicht!

            Das Christentum hatte bereits in den ersten 280 Jahren seines Bestehens durchaus beachtliche Erfolge. Dabei wurde damals auf die Tötung von Abtrünnigen und "falsch" verheirateten Töchtern gänzlich verzichtet.
            Für die letzten paar Jahrhunderte gilt dasselbe.

            Was die Drohung mit jenseitigen Strafen angeht: Da muss der Grund nicht unbedingt in der Sorge um die Anzahl der Anhänger liegen. Wenn ich in einer Predigt die Möglichkeit einer Hölle anspreche und davor warne, dann geht es mir um das Seelenheil meiner Gläubigen, nicht um eine Mitgliederstatistik oder den Kirchenbeitrag oder um Machtausübung. Ob Sie es glauben oder nicht: Es ist so. Ich mag meine Gemeinde und will, dass jeder einzelne von ihr die ewige Seligkeit erlangt.

            Nebenbei: Der Satz "Fürchtet euch nicht" kommt im Neuen Testament mehr als 20 Mal vor. Also keine Rede von Angstreligion! Auch ein Mensch, der vor dem Klimawandel warnt, will nicht, dass die Menschen voller Angst leben. Er will, dass sie mit den Ressourcen der Erde richtig umgehen - bewusst, fröhlich und kreativ. Ich halte die Sünde und den Glaubensverlust für eine Gefahr und will deshalb Menschen davor warnen. Das Leben sollen wir dabei ebenfalls bewusst, fröhlich und kreativ führen.

            Antworten

            1. userpic
              Klarsicht

              Den Inhalt Ihres Posts kann man nicht als ernsthafte Replik auf mein letztes Post betrachten. Ihr Post enthält die Art von substanzloser Schwurbelei, wie man sie von Klerikern gewöhnt ist, wenn sie sich wohl nicht mehr in der Lage sehen, vernünftig auf ihnen vorgetragene Argumente zu antworten. Im übrigen versuchen Sie, teilweise vom Thema abzulenken.

              Zitat: „Der Satz 'Fürchtet euch nicht' kommt im Neuen Testament mehr als 20 Mal vor. Also keine Rede von Angstreligion !

              Andere Sätze, die Furcht auslösen sollen und es wohl auch bei so manchem Menschen mit einem „Glaubensinfekt“ tun, kommen dort auch mehrfach vor. Siehe auch z. B.: „Die Offenbarung des Johannes“.

              Für mich reicht das jetzt !

              Antworten

              1. userpic
                Norbert Schönecker

                Zur Erinnerung: Das Thema waren ursprünglich die diesseitigen Drohungen des Islam.
                Sie waren es, der auf die jenseitigen Drohungen der abrahamitischen Religionen abgedriftet ist. Und Sie waren es auch, der die persönliche Ebene ins Spiel gebracht hat.
                Aber mir werfen Sie Ablenkung vom Thema vor? Seltsam!

                Bleiben wir also beim Thema und machen wir es konkret, ganz ohne "Geschwurbel":
                Können Sie beweisen, dass der Islam ohne Todesdrohungen nicht überleben könnte?

                Ich behaupte: Er könnte überleben. Beleg: Zahlreiche Muslime, die gegen die Todesstrafe für Abtrünnige sind.
                (Anmerkung: Es geht wirklich darum, dass er überleben könnte. Nicht darum, dass er einen Teil seiner offiziellen Anhänger oder seiner politischen Macht verlieren würde!)

                Antworten

                1. userpic
                  Meinrad Locher

                  Islam und Christentum konnten im osmanischen Reich vor allem in Spanien friedlich und in wissenschaftlicher Hinsicht höchst fruchtbar mit- und nebeneinander existieren. Jene Zeit hat der Menschheit wirklich fortschrittliche Impulse verliehen.

                  Ich glaube im Gegenteil, dass der Islam nur ohne seine Morddrohungen auf die Dauer überleben kann. Das Gebot, Abtrünnige zu töten sollte vom Islam in theologischer Exegese untersucht und nicht einfach wörtlich genommen werden. Aber leider darf der Islam nach dem Willen strenggläubiger Imame nicht interpretiert werden, was schwerlich dem Willen Gottes bzw. Allahs entspricht.

                  1. userpic
                    Norbert Schönecker

                    Sehr geehrter Herr Locher!

                    Ich empfehle zu diesem Thema diverse Artikel über Prof. Yaşar Nuri Öztürk, z.B. http://www.turkischegemeinde.at/2016/10/tuerken-luther-prof-dr-yasar-nuri-oeztuerk-und-der-verfaelschte-islam/ Prof. Öztürk wird sicher nicht von allen führenden Muslimen als islamische Autorität betrachtet, v.a. nicht im arabischen Raum. Aber immerhin: Es gab ihn. Und es gibt wahrscheinlich auch heute einige andere ähnlich denkende Korangelehrte.
                    Danke für den sehr sinnvollen Hinweis auf das (einigermaßen) friedliche Zusammenleben zwischen Muslimen und Christen im Osmanischen Reich!

                2. userpic
                  Klarsicht

                  @ Norbert Schönecker:

                  Zitat: „Das Thema waren ursprünglich die diesseitigen Drohungen des Islam.

                  Richtig ! Da aber „diesseitige Drohungen“ nicht nur dort existieren, sondern auch in den übrigen „abrahamitischen Ideologien“, habe ich sie aus Gründen der Gerechtigkeit, Gleichbehandlung und Ausgewogenheit in meine kritische Argumentation einbezogen.

                  Zitat: „Sie waren es, der auf die jenseitigen Drohungen der abrahamitischen Religionen abgedriftet ist.

                  Auch richtig ! Ich tat es deswegen, weil erfahrungsgemäß „jenseitige Drohungen“ in den „abrahamitischen Ideologien“ für sicher nicht wenige Menschen mit einem „Glaubensinfekt“ eine evtl. größere „Wirkkraft“ im Hinblick auf eine Angsterzeugung und damit auf den Fortbestand der Ideologien ausüben, als die anderen Drohungen.

                  Zitat: „Und Sie waren es auch, der die persönliche Ebene ins Spiel gebracht hat.

                  Aufgrund der beiden nachstehend zitierten Sätze von Ihnen ist es in Wirklichkeit so, dass doch wohl ein eher umgedrehter Sachverhalt vorliegt.

                  Zitate: 1. „Und Dawkins argumentiert hier schlecht.“ 
                  2. „Ich halte sie einer Foundation für Vernunft und Wissenschaft für unwürdig. Selbst wenn sie vom Gründer kommt.

                  Auch schon in einem anderen Zusammenhang haben Sie „die persönliche Ebene ins Spiel gebracht“, wie der folgende Satz von Ihnen beweist:

                  Zitat. „Richard Dawkins, dessen Foundation diese Webseite betreibt, ist übrigens offenbar auch kein 100%iger Demokrat ...“  (Quelle: https://de.richarddawkins.net/articles/steins-gesetz-und-die-mission-der-wissenschaft )

                  Zitat: „Können Sie beweisen, dass der Islam ohne Todesdrohungen nicht überleben könnte ?

                  Der Beweis ist doch schon durch die Tatsache erbracht, dass Todesdrohungen existieren. Siehe auch mein zweites Post oben. Wäre man im Islam der Meinung, dass seine Ideologie auch ohne Todesdrohungen ausreichend Überzeugungskraft aufweist, um sein Überleben zu sicher, hätte man doch von Anfang an oder irgendwann später auf sie verzichtet, was aber nicht geschehen ist. Deswegen muss davon ausgegangen werden, dass in der Existenz von Todesdrohungen eine für den Fortbestand der „islamischen Ideologie“ signifikante Wirkkraft erblickt wird.

                  Neben den Todesdrohungen tragen wahrscheinlich mehr die „Höllendrohungen“ in der „islamischen Ideologie“ für ihren Fortbestand bei. Auch Sie können scheinbar nicht davon lassen, die „Hölle“ hin und wieder in einer Predigt „in's Spiel zu bringen“.

                  Zitat: „Er könnte überleben. Beleg: Zahlreiche Muslime, die gegen die Todesstrafe für Abtrünnige sind.

                  Solange ich keine Muslime im öffentlichen Raum sehe, die in nennenswerter Anzahl wenigstens punktuell gegen die Todesstrafe demonstrieren, betrachte ich das, was Sie als Beleg bezeichnen, nur als wertlose Lippenbekenntnisse.

                  Zitat: „(Anmerkung: Es geht wirklich darum, dass er überleben könnte. Nicht darum, dass er einen Teil seiner offiziellen Anhänger oder seiner politischen Macht verlieren würde !)“

                  Die „islamische Ideologie“ für sich allein ist nicht überlebensfähig. Sie kann nur in den Hirnen von Menschen überleben, die sich selbst mit ihr infiziert haben oder die mit ihr von anderen Menschen infiziert wurden.

                  Antworten

                  1. userpic
                    Norbert Schönecker

                    S.g. Klarsicht!

                    mit einer Demonstration gegen Todesstrafe durch Muslime kann ich nicht dienen. Aber mit folgender Erklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland:
                    "Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) bedauert zwar zutiefst jeden Fall eines Abfalls vom Islam – wir akzeptieren aber auch das Recht, die Religion zu wechseln. Der Koran untersagt jeden Zwang in Angelegenheiten des Glaubens.
                    Außerdem bietet das islamische Recht einen breiten Spielraum für andere Lösungen in derartigen Fällen. In diesem Sinne bittet der ZMD die afghanische Justiz, von einer Bestrafung des zum Christentum übergetretenen Abdur-Rahman abzusehen.“
                    – Zentralrat der Muslime in Deutschland: Eschweiler, 22. März 2006
                    (aus: wikipedia: Apostasie im Islam)

                    "Der Beweis ist doch schon durch die Tatsache erbracht, dass Todesdrohungen existieren."
                    - Das würde bedeuten, dass jede Institution, die Abtrünnigen mit dem Tod droht, anders nicht existieren könnte. Nun, Sie wissen wahrscheinlich, dass die Katholische Kirche das einst auch praktiziert hat. Sie hat aber schon lange damit aufgehört. Und, siehe da: sie existiert immer noch.

                    Was das Jenseits betrifft: Das frühe Judentum hat bis in die Zeit Jesu ganz ohne Höllendrohungen überlebt. Also mindestens Tausend Jahre lang. Und das ist doch eine recht lange Zeit. Fazit: abrahitische Religion kann auch ohne jenseitige Drohungen existieren. Übrigens spielen jenseitige Drohungen im Judentum bis heute kaum eine Rolle. Und auch diesseitige nicht: Nicht einmal in Israel wird Glaubensabfall bestraft (die Mehrheit ist nicht religiös). Und dennoch existiert die jüdische Religion fröhlich weiter.

                    Was die persönliche Ebene angeht: Ich meinte Angriffe auf persönlicher Ebene. Wenn Sie "typische klerikale Unverfrorenheit" und "miese Absicht" (Zitat Klarsicht) gleichsetzen mit "argumentiert hier schlecht" und "offenbar auch kein 100%iger Demokrat" (Zitat Schönecker, beides mit Belegen), dann werden wir auf keinen grünen Zweig kommen.

                    Antworten

                    1. userpic
                      Klarsicht

                      @ Norbert Schönecker:

                      Zitat: „mit einer Demonstration gegen Todesstrafe durch Muslime kann ich nicht dienen. Aber mit folgender Erklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland:

                      Zitat: „Der Zentralrat der Muslime hat nicht mal 20.000 Mitglieder, in Deutschland leben jedoch über 4,5 Millionen Muslime. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland vertritt somit unter 0,5% aller Muslime in Deutschland.

                      Dies zeigt, die Namensgebung als Zentralrat der Muslime ist nichts weiter als ein genialer Marketingstreich. So insinuiert dieser kleine und für die Mehrheit der Muslime völlig unbedeutende Verein eine Kompetenz, die vergleichbar sein soll mit dem Zentralrat der Juden. Dem ist nicht so.

                      Es gehört leider zum journalistischen Alltag in Deutschland, Menschen für den Islam sprechen zu lassen, die überhaupt keinen Rückhalt in der Gemeinschaft haben.
                      “ 

                      Quelle: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/fuer-wen-spricht-der-zentralrat-der-muslime-eigentlich/

                      Das ist schon wieder eine Chuzpe von Ihnen, dass Sie aus einem von mir geschriebenen Absatz nur den Satz heraus griffen, den Sie wohl glaubten, widerlegen zu können. Zu dem von Ihnen selektierten Satz „Der Beweis ist doch schon durch die Tatsache erbracht, dass Todesdrohungen existieren“ gehört aber auch der Rest des Absatzes, denn nur durch ihn wird meine Argumentation verständlich.

                      Ihre Chuzpe hat dazu geführt, dass Sie den anschließend zitierten Blödsinn schrieben: „Das würde bedeuten, dass jede Institution, die Abtrünnigen mit dem Tod droht, anders nicht existieren könnte.

                      Zitat: „Nun, Sie wissen wahrscheinlich, dass die Katholische Kirche das einst auch praktiziert hat. Sie hat aber schon lange damit aufgehört. Und, siehe da: sie existiert immer noch.

                      Wie die katholische Kirche durch diverse Jahrhunderte hindurch „gewütet“ hat und welche Gründe dafür gegeben sind, dass sie immer noch existiert, kann in ziemlich ausführlicher Weise den 10 Bänden von Karlheinz Deschner mit dem Titel „Kriminalgeschichtre des Christentums“ entnommen werden.

                      Erst nach langer Zeit, nachdem sie überaus reich und mächtig geworden ist, sah sich die katholische Kirche schließlich nach und nach durch die geänderten gesellschaftlichen Verhältnisse dazu gezwungen, milder zu agieren. Ihre „Milde“ ist aber auch einer der Gründe dafür, dass die Anzahl ihrer Mitglieder jedes Jahr schrumpft. Hier sieht man, dass die Existenz der Kirche bedroht ist, wenn durch Milde die „Drohmittel“ nicht mehr ihre frühere Wirkung entfalten.

                      Zitat: „Das frühe Judentum hat bis in die Zeit Jesu ganz ohne Höllendrohungen überlebt. Also mindestens Tausend Jahre lang.

                      Dafür existieren aber diverse andere Drohungen:

                      Der „Bibeldämon“ „arbeitet“ mit Belohnung und Bestrafung, wie es die Bibelstellen 3. Buch Mose [künftig: B. M], K. 26 und 5. B. M., K. 28, K. 30, V. 15, 19, Buch Josua, K. 23, V. 9-13, 15, 16, unmissverständlich und exemplarisch ausweisen. Durch Mose lässt Er seine Handhabung als „Segen“ und „Fluch“ bezeichnen. Man kann aber wohl eher von „Zuckerbrot“ und „Peitsche“ sprechen. Gottgefällige und gottesfürchtige Gesinnung und Unterwürfigkeit belohnt der „Bibeldämon“ mit „Zuckerbrot“ (3. B. M., K. 26, V. 1-13, 40-45, 5. B. M., K. 28, V. 1-14). Ist Er jedoch mit dem Denken und Handeln der Menschen nicht einverstanden, das angeblich ja immer auf einer durch Ihn zugelassenen freien Entscheidung beruht, so greift Er schnell und exzessiv zu Seiner „Peitsche“ (3. B. M., K. 26, V. 14-39, 5. B. M., K. 28, V. 15-68), also zu Gewalttätigkeit durch Zufügen von physischem Schmerz und Leid bis zur physischen Vernichtung oder Drohung mit diesen Maßnahmen als Mittel der Verhaltenssteuerung.

                      Durch Mose lässt der „Bibeldämon“ eine Kette von Flüchen über den kommen, der der numinosen Stimme nicht gehorcht und nicht alle Seine Gebote hält. Er droht mit allen nur denkbaren Abartigkeiten wie z. B.:

                      1. Verflucht wirst du sein in der Stadt und auf dem Acker.
                      2. Verflucht wird dein Korb und Backtrog sein.
                      3. Verflucht wird die Frucht deines Leibes, Landes, deiner Rinder und Schafe sein.
                      4. Er wird … Unfall, Unruhe und Unglück in allem … senden, was der Mensch unternimmt, …bis du vertilgt werdest und bald untergehest wegen deines bösen Wesens willen, darum daß du mich verlassen hast.
                      5. Der Herr wird dir die Pestilenz anhängen, bis daß er dich vertilge in dem Land, dahin du kommst, es einzunehmen.
                      6. Der Herr wird dich schlagen mit Darre, Fieber, Hitze, Brand, Dürre, giftiger Luft und Gelbsucht und wird dich verfolgen, bis er dich umbringe.
                      7. Für das Land will Er statt Regen, Staub und Asche geben, …bis du vertilgt werdest.
                      8. Der Herr wird dich vor deinen Feinden schlagen…, und du wirst …vor ihnen fliehen und wirst zertreut werden unter alle Reiche auf Erden.
                      9. Dein Leichnam wird eine Speise sein allen Vögeln des Himmels und allen Tieren auf Erden, und niemand wird sein, der sie verscheucht.
                      10. Mit Wahnsinn, Blindheit und Rasen des Herzens wird Er dich schlagen; du wirst am Mittag tappen, wie ein Blinder im Dunkeln. Auf deinem Wege wirst du kein Glück haben. Gewalt und Unrecht wirst du dein Leben lang erleiden müssen, …und niemand wird dir helfen.
                      11. Bei deiner Ehefrau wird ein anderer Mann schlafen. Ein Haus wirst du bauen; aber du wirst nicht darin wohnen. Einen Weinberg wirst du pflanzen; aber du wirst seine Früchte nicht genießen.
                      12. Söhne und Töchter wirst du zeugen, und doch nicht haben; denn sie werden gefangen weggeführt werden.
                      13. Du wirst in der Angst und Not, womit dich dein Feind bedrängen wird, die Frucht deines Leibes essen, das Fleisch deiner Söhne und Töchter (auch 3. B. M., K. 26, V. 29).
                      14. Aus Angst, Not und Mangel an allem, womit dich dein Feind bedrängen wird, wirst du heimlich die Nachgeburt und gerade geborene Söhne essen.
                      15. Bis du vertilgt bist, wird Er alle Krankheiten und alle Plagen über dich kommen lassen, die noch nicht aufgeschrieben sind.
                      16. Er wird sich darüber freuen, euch umzubringen und zu vertilgen.
                      17. Nacht und Tag wirst du dich fürchten und deines Lebens nicht sicher sein.
                      18.Er wird wilde Tiere senden, die deine Kinder fressen und das Vieh zerreißen (3. B. M., K. 26, V. 22).

                      Mose führt weiter aus, wie sich der Umgang des „Bibeldämons“ mit den Israeliten gestalten wird, wenn sie sich nicht als gottgefällig und gottesfürchtig erweisen:

                      1. Ich will alles Unglück über sie häufen, ich will alle meine Pfeile in sie schießen.
                      2. Vor Hunger sollen sie verschmachten und verzehrt werden, vom Fieber und von jähem Tod. Ich will der Tiere Zähne unter sie schicken und der Schlangen Gift.
                      3. Auswendig wird sie das Schwert berauben und inwendig der Schrecken, beide, Jünglinge und Jungfrauen, die Säuglinge mit dem grauen Mann.
                      4. Die Rache ist mein; ich will vergelten.
                      5. Er kann töten, lebendig machen, schlagen und heilen.
                      6. Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen - und mein Schwert soll Fleisch fressen -, mit dem Blut der Erschlagenen und Gefangenen, von dem entblößten Haupt des Feindes.

                      Alle diese Drohungen haben für das Judentum und Christentum Relevanz !

                      Zitat: „Fazit: abrahitische Religion kann auch ohne jenseitige Drohungen existieren.

                      Ausweislich des so genannten „Neuen Testament“ hat „Jesus“ als besondere Neuerung die ewigen Höllenstrafen eingeführt (Mt., K. 13, V. 40-42). Deren unheilvolle, psychisch verheerende Wirkung in der Geschichte des Christentums auf unzählige Menschen kann gar nicht übertrieben werden.

                      In den nachstehend aufgeführten Links sind Videos enthalten, die sich mit dem wichtigen Thema im Islam befassen, dem Töten!

                      Einbahnstrasse Islam: Abtrünnige im islamischen Recht:
                      https://www.youtube.com/watch?v=D1mbsgmktPQ

                      Existiert im Islam ein Tötungsverbot ?:
                      https://www.youtube.com/watch?v=N80SjBgJYzY

                      Die neunte Sure des Korans: eine Tradition des Tötens:
                      https://www.youtube.com/watch?v=gCxuYD-JCPc

                      Antworten

                      1. userpic
                        Klarsicht

                        In dem Video des nachstehend aufgeführten Links erklärt ein Imam: „Wenn sie die Todesstrafe bei Apostasie abgeschafft hätten, gäbe es heute keinen Islam mehr. Der Islam hätte mit dem Tod des Propheten aufgehört zu existieren“.

                        Imam „Ohne Todesstrafe für Islam-austritt gäbe es keinen Islam mehr“:
                        https://www.youtube.com/watch?v=UZxIofQjMKw

                        Antworten

                        1. userpic
                          Klarsicht


                          Aus Gründen der Gerechtigkeit, Gleichbehandlung und Ausgewogenheit erwähne ich nachträglich, dass natürlich nicht nur im Islam das Töten ein wichtiges Thema ist. Dieses Thema spielt(e) natürlich auch im Juden- und Christentum eine wichtige Rolle. Insoweit verweise ich nur beispielhaft auf das 5. Buch Mose, K. 13, V. 7-11. Dort steht:

                          7 Wenn dein Bruder, der Sohn deiner Mutter, oder dein Sohn oder deine Tochter oder die Frau an deinem Busen oder dein Freund, der dir wie dein Leben ist, dich heimlich verführt, indem er sagt: Lass uns gehen und anderen Göttern dienen ! - die du nicht gekannt hast, weder du noch deine Väter, 8 von den Göttern der Völker, die rings um euch her sind, nahe bei dir oder fern von dir, von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde -, 9 dann darfst du ihm nicht zu Willen sein, und du sollst seinetwegen nicht betrübt sein, nicht auf ihn hören und nicht schonen noch Mitleid mit ihm haben, noch ihn decken; 10 sondern du sollst ihn unbedingt umbringen. Deine Hand soll zuerst gegen ihn sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volkes. 11 Und du sollst ihn steinigen, dass er stirbt. Denn er hat versucht, dich vom HERRN, deinem Gott, abzubringen, der dich herausgeführt hat aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus.“ 

                          Ich denke, dass es die „Dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung
                          (Dei Verbum)
                          “ von Nov. 1965 ausweist, dass auch der Inhalt des „Alten Testament“ zum „katholischen Glauben“ gehört.

                          Antworten

                          1. userpic
                            Klarsicht

                            Wo sind die friedliebenden Muslime, die im öffentlichen Raum gegen ihre Glaubensschwestern und Glaubensbrüder demonstrieren, die den Mordaufruf gegen Herrn Hamed Abdel-Samad „in Ordnung“ finden ?

                            Das Leben mit dem Mordaufruf - Wie Islamisten Hamed Abdel-Samad bekämpfen:
                            https://www.youtube.com/watch?v=EpIF_5oIiWQ

                            Hamed Abdel-Samad: Leben unter Polizeischutz | ARTE Re: Doku:
                            https://www.youtube.com/watch?v=5TexFRmr1fE

                            Antworten

                            Neuer Kommentar

                            (Mögliche Formatierungen**dies** für fett; _dies_ für kursiv und [dies](http://de.richarddawkins.net) für einen Link)

                            Ich möchte bei Antworten zu meinen Kommentaren benachrichtigt werden.

                            * Eingabe erforderlich