Spektrum der Pseudowissenschaft im Gender-Rausch

Ein Kommentar zu einem Artikel auf Spektrum.de

Spektrum der Pseudowissenschaft im Gender-Rausch

Foto: pixabay.com

In den 1990er Jahren war das populäre US-Journal Scientific American eine zentrale Info-Quelle für populäre Darstellungen größerer biowissenschaftlicher Zusammenhänge. So gibt es aus dieser Zeit noch heute lesenswerte Beiträge zur Abstammung des Menschen, der Evolution der Landwirbeltiere oder dem Sozialverhalten von Ameisen. Nach der Etablierung von Spektrum der Wissenschaft im Januar 1993, einem deutschen Ableger des anerkannten US-Magazins, konnte man sich ebenso sachkundig und kompetent Jahrzehnte lang informieren. Diese Ära geht leider mit der Vereinnahmung von Spektrum d. W. durch Moneyistische Gender-Ideologen (m/w) zu Ende.

Ich erinnere mich noch an ein Editorial, erschienen Anfang 2016, in welchem sich die Herausgeber gewundert hatten, dass bei einigen Ingenieur-Studiengängen der Männeranteil bei über 90 % und jener der Damenwelt unter 10 % liegt. Das kann und darf doch nicht sein, irgendetwas ist hier in der Erziehung falsch gelaufen, war der verärgerte Tenor aus dem Herausgeber-Stab. Ich hatte damals höflich darauf hingewiesen, dass es empirische Studien gibt, die belegen, dass dieser Gender-Gap im Wesentlichen biologisch ist. Auf diesen gut gemeinten Ratschlag erfolgte keine verwertbare Antwort. Als dann der respektable Autor und Wissenschaftsjournalist H. Rehm mein Fachbuch Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen (Berlin, 2016), nach heftigen Widerständen seitens der Redaktion bei Spektrum d. W. besprechen durfte (Rezension „Gefährliche Ideologie“ vom 24.06.2016), hätte man vermuten können, dass ein Umdenken in Richtung Vernunft, d. h. biologischem Sachverstand, eintreten würde. Leider war das jedoch nicht der Fall.

Am 11. September 2017 schlug der Spektrum-Beitrag „Kleiner Unterschied, große Ähnlichkeit“ wie eine Bombe bei biologisch sachkundigen Lesern ein. In diesem SdW-Pamphlet wird allen Ernstes behauptet, „das biologische Geschlecht sei ein fragiles Konstrukt“, es gäbe „Zwischenformen, keine eindeutige Trennlinie, Zweigeschlechtlichkeit sei weder natürlich noch angeboren“ usw. Unter Verweis auf eine deutsche „Sozialpsychologin“ wird argumentiert, „die binäre Einteilung in biologisch männlich oder weiblich wird sozial vorgenommen.“ Mit derartigen Absurditäten wird das ehemals seriöse Wissenschafts-Journal auf Dauer Schiffbruch erleiden. Wie im Gender-Paradoxon dargelegt, unterscheiden sich Männer (Spermien-Produzenten) und Frauen (Eizellen-Bereitstellerinnen mit Gebärfunktion) grundlegend, angefangen von der Körpergröße bzw. der Muskel- und Fettmasse, über die Psyche und die Hormon-Levels bis zum Ganzkörper-Chromosomensatz. So wissen wir seit 2015, dass bei Frauen das aktive X-Chromosom (das zweite X wird im Barr-Körper stillgelegt) im ganzen Körper exprimiert wird, wie auch das XY-Geschlechtschromosomen-Paar beim Mann von Kopf bis Fuß in allen Zellen aktiv ist. Daher wird bei XY-Embryonen der primär weiblich angelegte Körper (sowie das Gehirn) vorgeburtlich vermännlicht, sodass die Gender-Identität bei über 99 % aller Babys bereits im Mutterleib festgelegt ist.

All diese Fakten werden im angesprochenen Spektrum-Artikel ignoriert und man möchte daher den Autor fragen: Warum werden über 99 % aller Terror-Anschläge weltweit von Männern verübt, und warum können diese Vertreter des „zweiten Geschlechts“ nicht schwanger werden und Kinder zur Welt bringen? In der Realität gibt es große Unterschiede und kleine Ähnlichkeiten der Geschlechter – nicht umgekehrt, wie die Spektrum-Genderideologen es uns weismachen wollen.

YouTube-Videos aus der Reihe „Sex & Gender – Verbotene Diskussionen“

Gender-Paradoxon Live 1: Sexualität und Geschlechtlichkeit:

Gender-Paradoxon Live 2: Affenmann und Menschenfrau

Ausführliche Darlegungen dieses Themas, in sechs YouTube-Videos, liefert der RDF-Talk J. Elbe/U. Kutschera.

Ulrich Kutschera ist ein deutscher Pflanzenphysiologe und Evolutionsbiologe. Er ist Professor am Institut für Biologie der Universität Kassel und arbeitet seit 2007 zusätzlich als Visiting Scientist in Stanford, Kalifornien, USA.

Kommentare

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    mensch

    vielen dank für diesen wiedermal interessanten und verständlichen artikel!!

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      Helmut Bormann

      Ganz so schlimm wie ich befürchtet hatte ist der Artikel ja nun nicht. Die gender-ideologische Aussage einer Sozialpsychologin wird wohl kaum jemanden, der nicht schon entsprechend ideologisch voreingenommen ist, überzeugen. Da wird an deutschen Universitäten mehr Schaden angerichtet.

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        Jason Klingor

        www.dijg.de/


        Judith Reisman, Kritikerin von Judith Butler und des Gender Mainstreaming, welches auf den falschen und unwissenschaftlich und unseriös erstellten Daten der Pädophilen Alfred Kinsey und John Money beruht...im Gegensatz dazu können Wilhelm Reich und Prof. Bernd Senf aus Berlin und James DeMeo seriöse Sexualforscher und seriös arbeitende Wissenschaftler genannt werden, es gibt im Internet auch viele Vergleiche der Unterschiede zwischen den Ansätzen und Arbeitsweisen und Ergebnisse und Forschungen Wilhelm Reichs als seriösem Wissenschaftler einerseits und andererseits im Gegensatz dazu zu Alfred Kinsey als unseriösem Wissenschaftler andererseits, der seine Daten betrügerisch und unseriös arbeitend erstellte...er manipulierte nachweislich Umfragen und Statistiken und Umfrageergebnisse usw. - Judith Reisman wies Alfred Kinsey dies nach, und auf all diesen falschen Daten (etwa der medial gehypeten und akademisch propagierten Kinsey Studien und dem unseriös erstellten Kinsey Report) beruhen bis heute die Ergebnisse fast der gesamten westlichen Sexualforschung nach Judith Butler und auch des ideologischen Feminismus nach Alice Schwarzer und Simone DeBeauvoir und so weiter... www.dijg.de/
        Es gab und gibt auch Feministinnen mit anderen Ansätzen wie etwa Esther Vilar und Kerstin Steinbach mit ihren Buchpublikationen und die verstorbene Prof. Margrit Kennedy...siehe aber auch die Psychologin Christa Meves und Felizitas Küble und das Zeit-Fragen Magazin aus der Schweiz und Klagemauer.TV aus der Schweiz - sowie auch den französischen Soziologen und Anthropologen Emmanuel Todd und den Anthropologen David Graeber aus den USA usw.

        www.dijg.de/


        Kinseys pädophile und pansexuelle Daten - ein Einblick | DIJG
        www.dijg.de/paedophilie-kindesmissbrauch/reisman-paedophil-pansexuell-kinsey/
        Judith A. Reismann. Der folgende Aufsatz ist ein längerer Abschnitt aus dem Forschungsbericht vonJudith Reisman „Crafting Bi/Homosexual Youth“, in dem sie ...
        Judith Gelernter Reisman, Ph.D. - Institute for Media Education
        www.drjudithreisman.com/
        Judith Gelernter Reisman, Ph.D., .. author, researcher, educator and expert witness, exposing fraud in sex science and education since 1977. JAR-5-book- ...
        Judith Reisman | Facebook
        https://de-de.facebook.com/judith.reisman
        Judith Reisman ist bei Facebook. Tritt Facebook bei, um dich mit Judith Reisman und anderen Nutzern, die du kennst, zu vernetzen. Facebook gibt Menschen...

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          Lars Lonte


          genderisten-sind-keine-wissenschaftler-rettet-die-soziologie/

          https://sciencefiles.org/2014/12/04/genderisten-sind-keine-wissenschaftler-rettet-die-soziologie/

          https://sciencefiles.org/2014/12/04/genderisten-sind-keine-wissenschaftler-rettet-die-soziologie/

          Moderne Gehirnforschung bestätigt die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau
          Veröffentlicht: 7. Dezember 2013 | Autor: Felizitas Küble | Abgelegt unter: FORSCHUNG / Wissenschaft / Technik |Tags: Gehirnforschung, Gender-Mainstreaming, Geschlecht, Geschlechter, Männer, Pennsylvania, Prof. Spreng, Studie,Unterschiede | 5 Kommentare
          „Gott schuf sie als Mann und Frau“ – so heißt es im 1. Buch Moses (1,27) am Anfang der Bibel. Doch die Anhänger des „Gender-Mainstreaming“ bestreiten grundsätzliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. BILD0230
          Genderisten sind der Ansicht, dass die Verschiedenheit nur kulturell konstruiert ist. Gender steht aus ihrer Sicht für das „soziale“, angeblich von der Gesellschaft anerzogene Geschlecht. Was nur anerzogen sei, lasse sich auch umerziehen, so ihre These.
          Und diese vermeintliche Erkenntnis soll zur Grundlage aller gesellschaftlichen Entscheidungen und Prozesse gemacht werden (daher der Ausdruck „Mainstreaming“). Das bedeutet aus der Sicht der Genderforscher: Geschlechtsunterschiede müssen bis auf die unvermeidbaren Äußerlichkeiten eingeebnet werden.
          Studie aus USA widerspricht Gender-Thesen
          Doch eine aktuelle Studie der US-amerikanischen Universität von Pennsylvania widerspricht den Theorien der Genderisten. Demnach „ticken“ Männer und Frauen im Gehirn unterschiedlich. Die Wissenschaftler in Philadelphia stellten fest, dass männliche Hirnhälften mehr Nervenbahnen aufweisen als weibliche. Dafür punktet das weibliche Denkorgan mit mehr Brücken zwischen den beiden Seiten. Dementsprechend verteilen sich Stärken und Schwächen der Geschlechter.
          Die Studie der Gehirnforschern beruht auf der Untersuchung von 949 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Wissenschaftlerin Madhura Ingalhalikar und ihr Team nutzten ein Verfahren, dass die Bewegung von Wassermolekülen im menschlichen Denkorgan sichtbar macht und so Rückschlüsse auf Zahl, Verlauf und Länge der Nervenfasern ermöglicht.
          Frauen sprachlich begabter, Männer räumlich
          So stellten die Forscher fest, dass Männer-Hirne offenbar für eine Kommunikation innerhalb der Hirnhälften optimiert seien. Eine frühere reine Verhaltensstudie mit deutlich mehr Probanden hatte ergeben, dass sich Frauen besser Wörter und Gesichter merken können, generell aufmerksamer sind und ein besseres soziales Erkenntnisvermögen haben. 120505288BVJuly und Mike
          Dafür konnten die Männer räumliche Informationen besser verarbeiten und Bewegungen besser koordinieren. Derartige Beobachtungen führten in Deutschland bereits zu Buchtiteln wie „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken.“
          Für den Gehirnforscher und bekennenden Christen Prof. Manfred Spreng aus Erlangen kommen die Feststellungen der Universität in Philadelphia nicht überraschend. Die Verschiedenheit der Geschlechter liege in der „Optimierungsabsicht“ des „genialen Schöpfer-Gottes“ begründet, sagte er auf Anfrage der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.
          Leidtragende des Genderwahns sind die Kinder
          Danach sollten sich Mann und Frau ergänzen. Wer sie gleichmachen wolle, „vergewaltige“ beide Geschöpfe. Die Leidtragenden seien die Kinder und Familien.
          Der hohe Anteil depressiver kranker Mädchen und Frauen in Schweden sieht er als Folge der konsequenten Gender-Erziehung an, die insbesondere Frauen ihrer Identität beraube. Frausein werde damit häufig nur auf das Äußerliche reduziert.
          Naturwissenschaftler in aller Welt sähen die Unterschiede der Geschlechter ähnlich wie er, so der emeritierte Professor, wollten sich aber nicht „politisch unkorrekt“ äußern. Er befürchtet, dass sich Gender-Anhänger von den empirischen Feststellungen der US-Studie nicht beeindrucken lassen: „Sie meinen, sie hätten die bessere Theorie.“
          Dr. Spreng arbeitet gerade an der vierten Auflage eines Buches zum Unterschied der Geschlechter, das im Januar erscheinen soll (Titel: „Vergewaltigung der sexuellen Identität“).Darin beschreibt der Professor zahlreiche neurophysiologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern, die weder durch Erziehung, noch durch sozio-kulturelle Veränderungsbestrebungen überbrückbar seien.
          Ferner geht er auf die Gefährdung der Gehirnentwicklung von Kindern durch Gender-Mainstream-Aktivitäten ein.
          Quelle: http://www.idea.de

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            Lars Lonte

            GENDERWAHNSINN

            ScienceFiles: Jetzt geht es dem Gender-Sumpf an den Kragen

            (c) Pixabay
            Datum: November 16, 2017
            Autor: davidbergerweb
            6 Kommentare
            (David Berger) Der Genderwahnsinn macht sich in der akademischen Welt immer mehr breit. Und das nicht nur an den Universitäten, wo es explizite Gender Studies gibt.

            Noch gefährlicher scheint der Einfluss dieser Ideologie, wo eine flächendeckende Infiltration der wichtigsten akademischen Bereiche stattfindet. Zumal diese Infiltration nicht so leicht zu erfassen ist wie jene, die ausdrücklich über die Lehrstühle für Gender Studies stattfindet.

            Davon hat sich ScienceFiles nicht abschrecken lassen und will nun tatsächlich diese Infiltration aufdecken:

            „Unser Ziel ist es, eine komplette Bestandsaufnahme für alle 82 deutschen Universitäten vorzunehmen, und den Grad der Infiltration mit Genderismus zu bestimmen, um am Ende ein Universitätsranking für alle deutschen Universitäten erstellen zu können, das die Qualität ihrer Lehre als Funktion des Ausmaßes der Infiltration mit Genderismus darstellt.“

            https://philosophia-perennis.com/2017/11/16/sciencefiles-genderwahn/comment-page-1/#comment-50394

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            1. userpic
              Wolfgang Thomsen

              Wissenschaftlich rationale logisch begründete seriöse Kritik am Genderismus und Gender Mainstreaming und Gender Ideologie und Genderism und Political Correctness usw.

              https://sciencefiles.org/2016/03/29/kreuzigt-ihn-akademischer-gender-mob-aus-kassel/ https://sciencefiles.org/2016/03/29/ulrich-kutschera-zum-gender-rassismus-aus-kassel/ https://sciencefiles.org/2015/11/24/irrationales-weltbildvon-genderistischen-schopfungsmythen-ein-exklusivinterview-mit-ulrich-kutschera https://sciencefiles.org/2017/08/18/tu-braunschweig-wird-von-kreationisten-feiglingen-und-gender-mafia-geleitet/

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              1. userpic
                Bruce Wayne

                wider-die-zersetzung-der-sozial-wissenschaft

                https://sciencefiles.org/2017/11/30/wider-die-zersetzung-der-sozial-wissenschaft/

                https://sciencefiles.org/

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