Warum die Wissenschaft nie die Religion ersetzen kann

Ein absolut ernst gemeinter Kommentar.

Warum die Wissenschaft nie die Religion ersetzen kann

Foto: pixabay.com / DariuszSankowski

Seit Jahrtausenden verblüffen religiöse Forscher immer wieder die altmodische Wissenschaft. Erst wurde die Zell-Zweiteilung durch die Gott-Dreiteilung (Vater, Sohn und geiler Geist) in den Schatten gestellt.

Die Reproduktionsmedizin wurde beschämt durch die Heilige-Geist-Befruchtung einer Götter gebärenden Jungfrau. Reanimations-Systeme wurden über die Verwesung hinaus erfolgreich angewendet.

Es wurden schon im Paradies Lügendetektoren in Form von Äpfeln produziert. Sie lösten Porno-Phantasien und kritisches Denken aus. LSD und Psilocybin sind Schlafmittel dagegen. Eine alte Schlange, der schon beide Giftzähne ausgefallen waren, vergiftete hinterlistig aus lauter Boshaftigkeit die ersten beiden Menschen mit diesen Äpfeln. Sie bemerkten in ihrem Rausch sofort, dass im Hintergrund ein unsichtbarer, allmächtiger Spanner lauerte und klebten sich sofort Blätter auf ihre Genitalien.

So konnte durch Äpfel eindeutig nachgewiesen werden, dass alle Menschen neugierig, ungehorsam und bis in die letzten Generationen hinein schuldig sind. Diese Schuld konnte allerdings ein paar Jahre später weggezaubert werden, indem die Menschen ein Fabelwesen, das gleichzeitig Mensch und 1/3 Gott war, zu Tode quälten.

Viele Prozesse in der Wissenschaft sind noch immer irreversibel. Dazu gehört die Überführung einer Jungfrau in eine Frau. Der Islam hat inzwischen nicht nur eine zuverlässige Möglichkeit geschaffen, aus Frauen Jungfrauen zu recyceln, diese können auch in beliebiger Menge geklont und von ihrem Willen befreit werden, sodass auch bei einem hohen Ansturm von Selbstmordattentätern im Paradies zuverlässig 70 Jungfrauen für jeden zugeteilt werden können, ohne dass eine aufmuckt.

Leider wurden von Klerikern schon Phobien bei Göttern gegen kritisches Bewusstsein, gegen Genitalien, gegen Homosexuelle, gegen Wissenschaftler, gegen Sex im Allgemeinen und Frauen im Besonderen, gegen Tanzen an Feiertagen und gegen lästige Vorhäute diagnostiziert, als Freud & Co. noch nicht mal ein angenehmer Gedanke waren. Es wurden schon Hexen verbrannt und zahllose Teufel ausgetrieben, als diese Phänomene von Wissenschaftlern noch nicht einmal annähernd durchschaut wurden.

Inzwischen werden sogar ernste Krankheiten wie AIDS, Gotteslästerung, Homosexualität und kritisches Denken kuriert, leichte Fälle mit dem Koran und der Bibel, schwere Fälle mit Steinewerfen, Kopf-Abschneiden oder einem kompletten Reset durch Oxydation auf dem Scheiterhaufen.

Dabei ist gerade bei den letzten drei Therapiemöglichkeiten ohne Zweifel eine definitive Heilung zu erwarten.

Um ähnliche Erfolge zu erzielen, müsste die Wissenschaft schon einen elektrischen Stuhl oder 1 m lange Akupunkturnadeln oder eine unverdünnte homöopathische Urtinktur von Zyankali aufbieten. Kein Wunder, dass Religionen und ihre Vertreter wieder Auftrieb haben und die Wissenschaft in den Schatten stellen! Besonders, wenn sie feiste Körper haben wie Kardinal Marx. Der allein macht schon Schatten für zwei.

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