Warum es kein Leben nach dem Tod gibt

In 10 Minuten erklärt

Die Wissenschaft weiß nicht alles, aber wir wissen heute genug über Gehirn und Gedächtnis, um daraus eine klare Schlussfolgerung zu ziehen: Es gibt kein Leben nach dem Tod. Die Seele ist sterblich.

Die Begriffe „Seele“ und „übernatürlich“ werden oft in einem Atemzug genannt. Die Seele ist jedoch nichts Übernatürliches.

In dem zehnminütigen Clip erläutert der Wissenschaftsautor Martin Meter die Gründe dafür, wobei er sich auf aktuelle Ergebnisse der Hirnforschung stützt.

Martin Meter ist Ingenieur und Informatiker. Als Entwickler von Digitalschaltungen und Computerprogrammen kennt er die materielle Sichtweise der Hardware ebenso wie die virtuelle Welt der Software und ist daher in der Lage, beide Sichtweisen zu verbinden. Während seiner jahrzehntelangen Berufs­praxis erwarb er sich die Fähigkeit, streng logisch zu denken und wissenschaftlich zu arbeiten.

Er ist Autor von „Die Befreiung des Denkens - Auswege aus Unwissenheit und Aberglaube“. Er stellt darin folgende Fragen und gibt darauf konkrete Antworten: Was ist Realität? Was ist Wissen? Was ist Leben? Was ist Bewusstsein? Gibt es ein Leben nach dem Tod?

 

 

 

Kommentare

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    Dieter K. Schmidt

    https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/tid-29872/nahtoderfahrung-eines-neurochirurgen-es-gibt-gott-und-ein-leben-nach-dem-todaid932100.html

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      Stephan the Atheist

      Hallo Herr Smidt,
      na wenn natürlich ein Neurochirurg das sagt, dann muss es ja stimmen! ;)
      Aus meiner Sicht sagt "Nahtoderfahrung" ja schon alles. Der gute Mann war "nahe am Tod" aber eben nicht Tod. Das ist für mich nicht dasselbe!

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        Norbert Schönecker

        Danke, Herr Schmidt, für den interessanten Link. Hinweis: Vor und nach "aid" kommt ein Unterstrich! (Die hiesige Formatierung macht aus den Unterstrichen davor und danach einen Kursivdruck).

        Wikipedia weiß zu berichten, dass Eben Alexanders Geschichte inhaltlich angezweifelt wird. Er behauptet, wegen bakterieller Meningitis sei sein Neocortex außer Funktion gewesen. In diesem Zustand habe er trotzdem Erlebnisse gehabt, an er sich detailliert erinnern könne, was in der Tat mit Martin Meters Beitrag unvereinbar wäre. Alexanders damals behandelnde Ärztin widerspricht aber: Sie meint, Alexander sei zeitweise in einem künstlichen Koma gewesen, und während seiner Erfahrungen überhaupt nur in einem Delirium und ansonsten ansprechbar. Das würde die Aussagen seines Buches entwerten.

        Insgesamt aber sind Nahtoderfahrungen ein höchst spannendes Phänomen!
        1) Es gibt bei den Nahtoderfahrungen einige wenige Schemata, die variiert werden: den Tunnel mit Licht am Ende; die Beobachtung des eigenen Körpers von außen; die Lebensrückschau; die Grenze zum eigentlichen Tod; die begegnung mit Verstorbenen. Fast alle Erfahrungen scheinen in eine dieser Kategorien zu fallen, auch bei Menschen, die von solchen Erlebnissem moch gar nichts gehört hatten.
        (Nebenbemerkungen: die meisten Menschen, die klinisch tot waren, können sich aber an gar nichts erinnern!)
        2) Fast alle berichten von plötzlicher Gelassenheit und Entspannung.
        3) Viele führen danach ihr weiteres Leben bewusster und friedlicher (oder zumindest haben sie es vor). Merke: Persönliche Erfahrungen wirken i.A. stärker als gelehrte Analysen! Menschen sind nun mal so, und mir geht es damit sehr gut.
        4) Viele interpretieren dieses Erlebnis religiös oder spirituell - teils auch solche Menschen, die zuvor gar keine entsprechende Einstellung gehabt hatten.
        5) Mir bietet sich keine evolutionäre Erklärung, warum das Gehirn vor dem Tod solch einen aufwändigen Prozess durchlaufen soll. Bis vor wenigen Jahrzehnten sind so gut wie alle klinisch toten Menschen auch wirklich gestorben, bevor sie irgendjemandem von ihren Erlebnissen mitteilen konnten. Diese Erlebnisse hatten also keinerlei evolutionäre Wirkung.
        6) Wenn tatsächlich, wie Alexander behauptet, Menschen solche Erfahrungen machen, während der Neocotex lahmgelegt ist, dann sind die Naturalisten in einem Erklärungsnotstand.
        7) Moodys berühmtes Buch zu diesem Thema ist nach wie vor sehr lesenswert. Nur der deutsche Titel "Leben nach dem Tod" ist höchst irreführend, oder einfach falsch. Es geht um Erlebnisse knapp VOR dem Tod, nicht danach.

        Das allermindeste, was von der Beschäftigung mit Nahtoderlebnissen übrigbleibt ist: Vor dem Sterbevorgang muss man sich nicht fürchten, fast alle schildern ihn als entspannend.
        Für Menschen wie mich, die ohnehin an ein Leben nach dem Tod glauben, sind die Berichte ein Indiz dafür, dass es nach dem Tod weitergeht und dass das Bewusstsein keineswegs auf die Gehirntätigkeit begrenzt ist.

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        Klaus Steiner

        Hallo Herr Schönecker,

        Ihr Zitat: „Es gibt bei den Nahtoderfahrungen einige wenige Schemata, die variiert werden: den Tunnel mit Licht am Ende;…“
        Vor allem Tunnel- und Lichtphänomene lassen sich durchaus physiologisch deuten. Man nimmt an, dass es beim Sterben infolge des Herzstillstands zu einer verminderten Sauerstoffversorgung des Gehirns kommt und die für den Sehsinn zuständigen Neuronen daraufhin wahllos Impulse abgeben. Dies könnte zum Eindruck eines hellen Lichts führen. Da es mehr Neuronen für das Zentrum des Sehfeldes gibt als an seinen Rändern, entstünde zusätzlich der Eindruck eines Tunnels (Quelle: https://www.allgemeinarzt-online.de/1588246/a/neurophysiologisch-ist-das-nicht-alles-zu-erklaeren-1804636).

        Ihr Zitat: „Mir bietet sich keine evolutionäre Erklärung, warum das Gehirn vor dem Tod solch einen aufwändigen Prozess durchlaufen soll.“
        Hier begehen Sie einen Kategorienfehler. Weshalb sollte eine „evolutionäre“ Erklärung nötig sein, wenn man sich diesem Phänomen auch neurophysiologisch nähern kann?

        In dem verlinkten Artikel heisst es: „Eben Alexander fällt ins Koma, sein gesamter Neocortex funktioniert nicht mehr, schreibt der Arzt.“
        Das ist Unsinn, wenn der gesamte Neocortex nicht mehr funktioniert, dann muss dieser Gehirnteil irreparabel geschädigt gewesen sein. Ansonsten hätte man nicht von „nicht mehr funktionieren“ sprechen dürfen – das hätte man anders ausdrücken müssen! Insofern ist Ihre Aussage: „6) Wenn tatsächlich, wie Alexander behauptet, Menschen solche Erfahrungen machen, während der Neocotex lahmgelegt ist, dann sind die Naturalisten in einem Erklärungsnotstand.“ falsch, womit sich Naturalisten auch nicht in einem Erklärungsnotstand befinden. :-)

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          Norbert Schönecker

          S.g. Herr Steiner!

          Ihr Erklärungsversuch für das Licht ist interessant. Manche Menschen mit Nahtoderfahrung berichten auch von einem Dröhnen - das könnte das akustische Äquivalent dazu sein.
          Dass ziemlich alle Betroffenen sagen, dass das Licht näher kommt (während hingegen das Dröhnen abnimmt), bedürfte einer zusätzlichen Erklärung.
          Bisher kannte ich als Erklärungsversuch für den Tunnel und das Licht eine Erinnerung an die eigene Geburt. Das erscheint mir unhaltbar. Die Tunnel-Licht-Erfahrung wird nämlich als schön und friedvoll dargestellt, was mir im Zusammenhang mit einer Erinnerung an die eigene Geburt sehr unwahrscheinlich vorkommt.

          Der Tunnel mit dem Licht ist von allen Erfahrungen die simpelste. Für die drei anderen gängigen Nahtoderfahrungen wird es schwieriger sein, neurophysiologische Erklärungen zu finden. Außerdem sind Neurophysiologie und Evolutionsbiologie ja keine völlig getrennten Bereiche. Evolutionsbiologie ist in allen Funktionen von Lebewesen beteiligt (behaupten jedenfalls die Evolutionsbiologen). So kann man z.B. Träume vom Standpunkt der Neurophysiologie aus betrachten, aber die Evolutionsbiologen können sicher auch erklären, warum sich das Phänomen des Traumes im Laufe der Evolution durchgesetzt hat (oder zumindest nicht eliminiert wurde).
          Die Nahtoderfahrungen schauen zumindest aufwändig aus. Dabei bieten sie ganz sicher keinen evolutionären Vorteil. Wenn für alle gängigen Nahtoderfahrungen eine andere plausible Erklärung gefunden werden kann (neurophysiologisches Chaos; Nebenprodukt anderer Funktionen; Rest einer früheren Funktion; ...), dann ist das Problem gelöst. Noch aber scheint mir das Problem da zu sein.

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            Klaus Steiner

            Hallo Herr Schönecker,

            das Dröhnen muss bestimmt mit dem Hörsinn zusammenhängen, die Posaunen von Jericho werden es nicht sein. :-)

            Ihr Zitat: "Evolutionsbiologie ist in allen Funktionen von Lebewesen beteiligt (behaupten jedenfalls die Evolutionsbiologen)."
            Die Evolutionsbiologie ist ein Teilbereich der Biowissenschaften. Sie untersucht das Evolutionsgeschehen im Laufe der Erdgeschichte bis heute sowie die Evolutionsfaktoren. Zentrale Problemstellungen moderner Evolutionsbiologie sind die Rekonstruktion der stammesgeschichtlichen Abläufe der Organismen, das Zusammenspiel der Evolutionsfaktoren untereinander und mit der Umwelt sowie die Evolution der Genomsysteme, die in enger Wechselbeziehung zu den jeweiligen Trägerorganismen stehen (Quelle: Wikipedia, Evolutionsbiologie).

            Ihr Zitat: "Die Nahtoderfahrungen schauen zumindest aufwändig aus. Dabei bieten sie ganz sicher keinen evolutionären Vorteil."
            Können Sie mir sagen, was ein evolutionärer Vorteil ist?

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              Norbert Schönecker

              S.g. Herr Steiner!

              Zum Dröhnen: Ich meinte, dass die Empfindung konkret auf "wahllose Impulse" der für den Hörsinn zuständigen Neuronen zurückgehen könnte. Aber das haben Sie vielleicht ohnehin richtig verstanden.

              Was ein evolutionärer Vorteil ist? Ich würde sagen: Ein evolutionärer Vorteil besteht dann, wenn eine vererbbare Eigenschaft dazu führt, dass ihre Träger mehr Nachkommen haben (die ihrerseits auch wieder mehr Nachkommen haben) als ihre direkten Konkurrenten, die diese Eigenschaft nicht haben.
              Wikipedia beschreibt das unter dem Titel "evolutionäre Anpassung". Vielleicht ist das der bessere Begriff. Aber auch dort wird das Wort "vorteilhaft" verwendet.

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              Klaus Steiner

              Genau, sehr gut recherchiert! Fitness ist damit gemeint (das schliesst Anpassung und Reproduktionserfolg mit ein).

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                Norbert Schönecker

                Danke, Herr Steiner!

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                Alka Agarwalla

                Das ist schon sehr interessant was Herr Meter schreibt. Überprüfbar ist es nicht, logisch klingt es allemal. Dennoch denke ich kann ein einzelner Mensch nicht die einzige Wahrheit benennen. Ich wüßte gerne, ob die Erkenntnisse von Herrn Martin noch durch andere Personen gestützt werden. Das wäre sehr interessant zu wissen.

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                  Kai Pinkes

                  Die ganze Debatte um die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt oder nicht, ist aus meiner Sicht ohnehin unsinnig. Der einzelne Mensch stirbt, wenn er stirbt. Daran besteht kein Zweifel. Aber das Leben bzw. die Existenz an sich stirbt nicht. Es wird immer Leben geben. Wenn wir uns mit dem Leben an sich identifizieren, anstatt mit dem Leben einer einzelnen Person, gibt es keinen Tod, weil es immer Leben geben wird! Zumindest solange es unseren Planeten gibt!

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                    Berndt Schramm

                    Das heute vorhandene "verdichtete" wissenschaftliche Wissen basiert auf dem Fakt, dass Informationen (dazu gehört auch das Konstrukt der Seele) unzerstörbar ist. Stephen Hawking hatte einmal das Gegenteil behauptet und verlor deshalb 1997 eine Wette: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/hawking-verliert-wette-schwarze-loecher-erinnern-sich-an-ihre-opfer-a-289599.html
                    Ab April d.J. lohnt sich ein Blick auf www.sogehtgott.de

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                      Mark Dittrich

                      Hallo zusammen,es ist sehr interessant zu lesen was Sie hier alles für Meinungen haben.Ich denke wir werden alle noch früh genug erfahren oder auch nicht,ob es nach dem Tod weiter gehen wird.Ich würde mich natürlich sehr freuen wenn es in irgend einer Art und Weise weiter geht. Aber fals nicht,dann merken wir das eh nicht und können uns darüber auch nicht beschweren.Das einzig sicherste ist was wir machen können ist,das wir in den Gedächtnissen unser lieben weiter leben und evtl so ein Eindruck hinterlassen haben das noch Generationen später über unser tun oder ähnlichem bericheten werden
                      Ein angenehmen Frühling wünsche ich allen hier. Gruss Mark Dittrich

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                        Mark Dittrich

                        Für eventuelle Fehler im geschriebenen bitte ich um Entschuldigung,ich schrieb das in der S-Bahn und ich konnte nix korrigieren mehr nach dem Absenden. Lg Mark Dittrich

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                          Tanja Ranke

                          Ich hoffe, dass der Artikel wahr ist. Ich suche immer Beweise dass der Tod das Ende allen Bewusstseins, Denkens , Fühlens ist. Ich möchte nur für immer vergessen, dass es mich und die Erde, Menschen, Spießer, Kriege, Völkermorde und jeden Mist gab, möchte auch nie mehr weiterleben oder Reinkarnieren. Ich habe nach 48 Jahren endgültig die Nase voll von dem, was ich vom Leben weiß.

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                            Peter Zangl

                            Die Frage nach dem Folgezustand im Anschluss an das irdische Leben habe ich für mich beantwortet. Viel wichtiger aber wäre mir die Antwort auf die Frage, weshalb oder wozu wir dieses "Jammertal" besuchen und erleben müssen. Wozu dieses Elend, diese Dummheit um einen herum, dieser Kampf, diese Raffgier, diese offensichtliche Ignoranz derer die sich für wichtig halten, nie genug bekommen, ihre eigene Sterblichkeit betreffend? Wozu, wenn danach für unendliche Zeiträume alles aus ist?

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