Carsten Frerk in Bremen, 21.06.2019

Kirche – die beste Geschäftsidee aller Zeiten

Vortrag von Dr. Carsten Frerk, Freitag, 21. Juni 2019

Haus der Wissenschaft, Bremen

Der Vortrag widmete sich der Frage, wie aus einer kleinen, neu gegründeten Glaubensgemeinschaft in einer unbedeutenden und abgelegenen Region des Imperium Romanum die bedeutendste (katholische) Weltreligion wurde und wie sie diese Marktposition – trotz aller Krisen - bislang behauptet hat.

Es beginnt mit dem ersten Marketingdirektor, Paulus, der nicht nur die Marke Christentum formte, sondern auch im Direktmarketing äußerst erfolgreich war. Mit dem Umzug in die Hauptstadt wird dann die Frage geklärt, wie sie dort und in der Branche zum Marktführer wurde, warum die christliche Kirche nicht aus dem römischen Tempel, sondern aus der römischen Markthalle entwickelt wird und warum die traditionelle Kirche wie ein heutiger Supermarkt konzipiert ist.

Es wurde nach den Gestaltungsprinzipien einer klassischen ‚corporate identity‘ gefragt und inwiefern die ‚point of sales‘ traditionell in 1a-Lagen stehen, bis hin zu den aktuellen Entwicklungen einer Internationalisierung des Aufsichtsrates, dem – seit langer Zeit – nicht-europäischen CEO-C (Chief Executive Officer – Cardinal) und dem Trend „Kreditkarte statt Klingelbeutel“. Zudem wurde die Frage erörtert: „Was ‚verkauft‘ die Kirche eigentlich?“

Eine Fülle von Themen und Facetten, die ernsthaft, aber auch mit heiterer Gelassenheit, eine Geschichte der Kirche aus einer Sichtweise skizziert, die nur selten zu hören ist.

Zum Referenten:

Carsten Frerk ist Politologe und wurde durch kirchen- und religionskritische Werke bekannt. Zudem ist er Autor historischer Romane. Im Mittelpunkt seines Werks stehen Buchveröffentlichungen über die finanziellen Verflechtungen von Staat und den beiden Amtskirchen in der Bundesrepublik Deutschland. Unter anderem deshalb gilt er als Kirchen- und Religionskritiker. Carsten Frerk ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.

http://www.carstenfrerk.de/

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Kommentare

  1. userpic
    Siegfried G.

    Kirche – die beste Geschäftsidee aller Zeiten

    >>>Eine Geschäftsidee die auf Betrug aufgebaut ist (= abscheulich!)
    sowas fruchtet nur bei einem: dummen ungebildeten Volk
    06.10.2019

    Antworten

    1. userpic
      sharina senna

      Was die katholische Kirche, das Papstum angeht, habe ich im Internet einen sehr deutlichen Text dazu gelesen, für was sie sich hält, wer sie ist und wohin "ihre Macht" enden wird:

      - “Der Papst ist von solch großer Würde und so herrlich, dass er kein einfacher Mensch ist, sondern wie Gott. Er ist mit einer dreifachen Krone gekrönt, als König des Himmels, der Erde und der unteren Regionen. Seine Autorität erstreckt sich sogar über die Engel, denen er höher gestellt ist; er ist so würdig und mächtig, dass er eins ist mit Christus und gehört zum selben Tribunal.“

      „Der Papst ist nicht nur der Stellvertreter Jesu Christi, sondern er ist Jesus Christus selbst, verborgen unter dem Deckmantel des Fleisches.“

      „Er ist der wahre Vikar (Stellvertreter) von Christus, das Haupt der gesamten Kirche, der Vater und Lehrer aller Christen. Er ist der unfehlbare Herrscher, der Gründer von Dogmen, der Autor und Richter von Gemeinderäten, der universale Herrscher der Wahrheit, der Vermittler für die Welt, der höchste Richter im Himmel und auf Erden, der Richter von allen, von niemandem gerichtet, Gott selbst auf dieser Erde.“

      „Wir haben auf dieser Erde den Platz des allmächtigen Gottes inne.“

      “Der Priester hat Gewalt über die Natur. Er verwandelt Brot und Wein in den allerheiligsten Leib und in das Blut Jesu Christi. Er hat Gewalt über die Gewissen: Er absolviert von Sünden. Er hat Gewalt über Gott selbst, bringt ihn in die sakramentale Gegenwart, trägt ihn, wohin er will, und Gott folgt ihm.“ -

      Zur biblischen Aussage:

      - Sitzt an vielen Wassern

      - Hat mit den Königen der Erde Unzucht getrieben

      - Sie ist voller Namen der Lästerung

      - Bekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold, Edelsteinen und Perlen

      - Sie hat einen Becher voller Unreinheit und Unzucht in ihrer Hand. Von diesem Wein der Unzucht haben auch alle Erdbewohner getrunken

      - Auf ihrer Stirn ein Name geschrieben: Babylon die Große, Mutter der Huren und Gräuel der Erde

      - Berauscht mit dem Blut der Heiligen


      1. Sitz auf sieben Bergen. (Offenbarung 17,9)

      2. Ist gekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelsteinen. (Offenbarung 17,4)

      3.Ist sowohl Institution, die Herrschaft über die ganze Welt ausübt, als auch eine Stadt. (Offenbarung 17,18)

      4. Beansprucht Herrschaft über ALLE Erdbewohner. (Offenbarung 13,7)

      5. Erhob sich innerhalb eines dicht besiedelten Gebietes mit kultureller Vielfalt. (Offenbarung 17,5)

      6. Vernichtete drei andere Königreiche vollständig, als es an die Macht kam. (Daniel 7,8)

      7. Führt Krieg mit den Heiligen. (Offenbarung 17,6.14; Daniel 7,25)

      8. Erhöht sich selbst auf die Stufe des allmächtigen Gottes. (2. Thessalonicher 2,3-4; Offenbarung 13,6; Daniel 8,10-11)

      8. Spricht hochtrabende Worte und "ist voller Namen der Lästerung". (Offenbarung 17,3; Daniel 7,25)

      9. Hat versucht, Zeit und Gesetz zu ändern. (Daniel 7,25)

      10. Hatte/bekommt die Oberherrschaft für 1.260 Jahre/Tage (Offenbarung 13,5; Daniel 12,7)

      Nur wenn man einzelne Merkmale wegnimmt und andere Bibelstellen missachtet, könnte eine andere Macht in Betracht kommen, wie z.B. der Islam oder der Seleukidenkönig Antiochus IV. Epiphanes, der 169 vor Chr. Jerusalem eroberte und den Tempel schändete.

      info:

      Diese Auslegung wird von der Katholischen Kirche vertreten. Im Rahmen des Präterismus wurde sie im 16. Jahrhundert von dem Jesuiten Luis del Alcazar gestreut, um vom Papsttum abzulenken. Gemäß der präteristischen Auslegung erfüllte sich die gesamte Prophetie bereits zu biblischer Zeit. Ebenso hat der Protestantismus deren ursprüngliche Sicht unter dem Einfluss der Jesuiten in der Gegenreformation aufgegeben.

      Der Titel des Papstes lautet auf Latein: „VICARIVS FILII DEI“ und bedeutet: Vikar, Sohn Gottes. Vicarius FiliiDei ist ein Ausdruck, der zum ersten Mal in der mittelalterlichen „Konstantinischen Schenkung“ mit Bezug auf den „Heiligen Petrus“ um 800 n. Chr. benutzt wurde. Der „Heilige Petrus“ wird von der Katholischen Kirche als erster Papst betrachtet.


      Das Tier, „das war, nicht ist und doch ist“ (Offenbarung 17,8)

      Das Tier, „das war:“

      Päpstliche Vorherrschaft und Souveränität
      1260 Jahre (538-1798)

      „nicht ist:“

      Päpstliche Souveränität und Herrschaft verloren
      (1798-1929)

      „und doch ist“ „kommt aus dem Abgrund“

      Päpstliche Souveränität wieder hergestellt (1929 - ?)

      Kommt aus dem Abgrund: Päpstliche Vorherrschaft (? – Ende)

      „das war:“

      1260 Jahre lang regierte das mittelalterliche Papsttum in Europa (538-1798). Während dieses dunklen Mittelalters übten die Päpste staatliche und kirchliche Macht aus.

      „nicht ist:“

      Offenbarung 13,3 beschreibt die scheinbar tödliche Wunde, die dem Papsttum zugefügt wurde. Diese Wunde erhielt es am Ende der 1260 Jahre päpstlicher Herrschaft. Die politische Macht verlor das Papsttum am 15. Februar 1798 mit der Gefangennahme Pius VI. durch die Armee Napoleons. Pius VI starb im Exil. Jegliche Macht und königliche Würden wurden dem Papsttum damit genommen.

      „In Frankreich wurde das gesamte Kirchengut säkularisiert, die Orden wurden aufgelöst, die Zahl der Bistümer stark begrenzt. Bischöfe und Priester wurden von nun an von staatlichen Stellen ernannt und mussten einen Eid auf die Verfassung ablegen. […] 1796 wurde der Kirchenstaat von französischen Truppen besetzt. Napoléon Bonoparte drückte am 19. Februar 1797 mit seinen Truppen den Frieden von Tolentino durch, in welchem Napoleon den militärisch unterlegenem Kirchenstaat zu Gebietsabtretungen an Frankreich, zur Zahlung eines Millionenbetrages und zur Übergabe wertvoller Kunstwerke, zwang. Als sich der Papst daraufhin mit Österreich und Neapel verbündete, griffen die Franzosen erneut an und riefen am 15. Februar 1798 in Rom die Republik aus. Der Papst wurde für abgesetzt erklärt und zunächst nach Siena, dann nach Florenz verbannt. Bereits schwerkrank, wurde er schließlich nach Frankreich verschleppt, wo er im Sommer 1799 in Valence starb.“

      Die Katholische Kirche verlor ihre politische Macht und Souveränität: das Tier „war nicht“.

      „und doch ist:“

      In einer vorherigen Vision (Offenbarung 13) befindet sich Johannes in einer Zeit, in der das Tier wieder seine verlorene Macht zurückgewinnt. In Offenbarung 13,3 heißt es:

      „Und ich sah einen seiner [des Tieres] Köpfe wie zu Tode verwundet, und seine Todeswunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah verwundert dem Tier nach.“

      In der Vergangenheit haben Bibelausleger zum Teil angenommen, dass Johannes hier die Zufügung der tödlichen Wunde sieht. Die Wunde wurde dem Papst (einem speziellen damals herrschenden Papst) bei der Französischen Revolution 1798 zugefügt. Der Text sagt jedoch nicht aus, dass Johannes genau diesen Papst/Kopf sieht, der die Wunde erhält, sondern vielmehr sieht er den Papst/Kopf, bei dem die Wunde des Papsttums wieder heilt. Johannes sieht eines der Köpfe des Tieres „wie“ zu Tode verwundet (ein Zustand) und sieht nun, wie diese Wunde dieses Kopfes heilt (eine Handlung). Er sieht also einen dieser Päpste/Köpfe, welcher nach wie vor keine Souveränität nach seinem Machtverlust 1798 hat, jedoch einen entscheidenden Teil dieser Macht zurückgewinnt. Ab Vers 4 (Offenbarung 13) wird damit ausschließlich das moderne Papsttum beschrieben und nicht das mittelalterliche.

      1929 ist das Jahr, indem die tödliche Wunde des Tieres wieder heilte. Erst durch die Lateranverträge von 1929 zwischen dem Heiligen Stuhl unter Papst Pius XI. und dem Königreich Italien unter der Diktatur des faschistischen Ministerpräsidenten Benito Mussolini wurde der Kirchenstaat wieder als souveräner Staat festgeschrieben. Zudem wurde in den Lateranverträgen „der Katholizismus zur Staatsreligion erklärt (bis 1984), Religionsunterricht obligatorisch und anti-kirchliche Propaganda verboten.

      ... Wie bereits in der Einleitung des Vertrages die Souveränität auf „internationalem“ Gebiet betont wird, so kommt die globale Mission der Katholischen Kirche auch in den einzelnen Artikeln zum Ausdruck, so wie auch die Gleichstellung eines Königs:

      „Artikel 1. Italien anerkennt und bestätigt aufs Neue den in Artikel 1 der Verfassung des Königreiches vom 4. März 1848 niedergelegten Grundsatz, wonach die katholische, apostolische und römische Religion die einzige Staatsreligion ist.
      Artikel 2. Italien anerkennt die Souveränität des Heiligen Stuhles auf internationalem Gebiet als eine gemäß seiner Überlieferung und den Erfordernissen seiner Aufgabe in der Welt zu seinem Wesen gehörende Eigenschaft. […]

      Artikel 8. (I) Italien betrachtet die Person des Papstes als heilig und unverletzlich. Ein Attentat auf Ihn und die Anstiftung dazu erklärt es daher für strafbar mit denselben Strafen, die für ein Attentat gegen die Person des Königs und die Anstiftung dazu gelten.(II) Öffentliche Beleidigungen und Beschimpfungen der Person des Papstes, die auf italienischem Gebiete durch Wort, Tat oder Schrift begangen werden, sind wie die Beleidigungen und Verleumdungen der Person des Königs zu bestrafen.“

      Das Babylon-Rom wird fallen und nie wieder sein:

      „Wehe, wehe, du große Stadt Babylon, du gewaltige Stadt; denn in einer Stunde ist dein Gericht gekommen! … Und ein starker Engel hob einen Stein auf, wie ein großer Mühlstein, und warf ihn ins Meer und sprach: So wird Babylon, die große Stadt, mit Wucht hingeschleudert und nicht mehr gefunden werden!“ (Offenbarung 18,10.21)

      Gott hat jetzt noch Menschen in Babylon (alle Kirchen, die sich in irgendeiner Weise mit der Mutter-Kirche verbunden haben … es sind alle!). Jeder Einzelne ist dringlich aufgerufen aus den Kirchen herauszukommen, bevor es zu spät ist!

      „Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel, und ... [Gott] hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht.“ (Offenbarung 18,4-5) _____________________________


      „Was ‚verkauft‘ die Kirche eigentlich?“ Da natürlich kein Geschöpf unseren Lebens- Schöpfer verkaufen kann, der geistig ist, als auch allmächtig, was die Kirche, die Religionen wie ihre elitären Angehörigen gerne sein möchten, jedoch nie sein werden, wir sterblich sind und die irdische Arroganz, der Stolz, die Dummheit es noch immer nicht verstanden hat, verkauft die Kirche nichts anderes, als ihre Seele und mit ihnen all jene, die sich deren Wesen mit anschließen.

      Wer noch immer glaubt das die Religion das Heil ist, der Führer ganzer Nationen, hat GOTT nie gekannt.

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